Es gibt sie noch – Refugien, in denen sich die Natur ungestört entwickeln konnte und die heute seltenen Arten ein Zuhause bieten. Ausgerechnet früher militärisch genutzte Flächen sind heute wahre Paradiese und als Nationales Naturerbe geschützt. Acht dieser Flächen in Nordrhein-Westfalen sind in der Obhut der NRW-Stiftung.

Entlang der streng abgeschirmten innerdeutschen Grenze, auf panzerzerfurchten Truppenübungsplätzen und um scharf bewachte Raketenstellungen für Atomwaffen herum: Ausgerechnet dort, wo der kalte Krieg heiß zu werden drohte – da, wo das Wettrüsten zwischen Ost und West im Kalten Krieg beklemmend sichtbar wurde – dort konnte sich die Natur in den vergangenen Jahrzehnten häufig am ungestörtesten entfalten.

Es gehört zu den größten Erfolgsgeschichten des Naturschutzes in Deutschland, dass viele dieser militärisch-politisch nutzlos gewordenen Naturschätze nicht einfach zum Auffüllen der Staatskasse privatisiert wurden. Vielmehr beschlossen die jeweiligen Bundesregierungen, ökologisch besonders wertvolle Gebiete zum „Nationalen Naturerbe“ zu erklären und dem Naturschutz zu überantworten.

Der Bund überträgt das Nationale Naturerbe unentgeltlich an seine Partner: die Länder, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt oder Naturschutzverbände und Stiftungen wie die NRW-Stiftung. Diese verpflichten sich, künftig die Pflege und Entwicklung der Flächen zu übernehmen – immer im Sinne des Naturschutzes. In Nordrhein-Westfalen gibt es 21 Naturerbeflächen. Für acht von ihnen hat die NRW-Stiftung die dauerhafte Verantwortung übernommen.

Broschüre: Das Nationale Naturerbe und die NRW-Stiftung (PDF)

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