Eigentum verpflichtet – und ist für uns Ehrensache. Wir treiben als Stiftung auch eigene Projekte voran und erwerben Naturflächen, Gebäude sowie wertvolle Kunstwerke oder Dokumente. Wir sichern damit Heimatgeschichte.

Eine urtümliche Landschaft breitet sich in der Gemeinde Brüggen am Niederrhein unweit der niederländischen Grenze aus. Weitläufige Heideflächen bestimmen das Bild, im Spätsommer dominiert das Violett ihrer Blüten. Wild lebende Pferde grasen hier. Idyllen wie solche sind dank der NRW-Stiftung erhalten geblieben. Neben Ihrer Fördertätigkeit treibt sie auch eigene Stiftungsprojekte voran. Sie erwirbt zum Beispiel Flächen wie diese, um die Natur hier schützen zu können. Weit über 6.000 Hektar sind landesweit inzwischen in ihrem Besitz.

Doch auch steinerne Zeugen früherer Zeiten wecken das Interesse der Stiftung. Wenn der Erhalt einzigartiger historischer Gebäude auf dem Spiel steht, erwirbt sie auch diese. Wohl das ungewöhnlichste Beispiel findet sich mitten in der Eifel. Ein ehemaliges Radioteleskop streckt hier einen Teleskopspiegel von 25 Metern Durchmesser in die Höhe. Der ehemalige Forschungsort ist heute im Besitz der Stiftung und dient als außerschulischer Lernort. Mitunter sind es kleine Dinge mit großer Bedeutung, die ihren Weg in den Besitz der NRW-Stiftung finden. So hat sie auch Kunstwerke erworben, damit sie weiterhin für die Allgemeinheit zugänglich sind.

Auch künftig erwirbt die NRW-Stiftung im Rahmen von Stiftungsprojekten besonders naturschutzwürdige Grundstücke und auch Immobilien oder Kulturgüter. Damit erfüllt sie die in ihrer Satzung formulierten Ziele: Sie erhält und pflegt Dinge, die für die Schönheit, Vielfalt und Geschichte des Landes und das Heimatgefühl seiner Bürger Bedeutung haben. Und vor allem: Sie macht sie für die Bürger erfahrbar. So können viele tausend Menschen Jahr für Jahr echte Juwele NRWs entdecken. Womöglich sogar unbewusst – die Wahrscheinlichkeit, bei einem Ausflug auf eine Fläche oder ein Gebäude der NRW-Stiftung zu stoßen, steigt jedes Jahr ...

Das gehört (zu) uns

  • Unsere Naturflächen

    Heidelandschaften am Niederrhein, eine renaturierte Bachaue im Münsterland oder Magerrasen im Sauerland – die NRW-Stiftung erwirbt Flächen mit vielfältigsten Landschaftsformen und bildet so die Vielfalt von Nordrhein-Westfalen ab. Um die Gebiete zu betreuen, setzt sie auf viele Partner. 20 Biologische Stationen, 15 Naturschutz- oder Heimatvereine sind mit im Boot. Sie wählen geeignete Pächter aus, kontrollieren Bewirtschaftungsauflagen oder stellen die Verkehrssicherheit der Grundstücke sicher. Im Nationalen Naturerbe ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ein weiterer Partner der NRW-Stiftung. Mehr als 120 Naturflächen stehen inzwischen in den Büchern der NRW-Stiftung (zur Projektsuche)​​​​​​​.

  • Unsere Gebäude

    Nordrhein-Westfalen ist reich an historischen Gebäuden. Viele lagen jahrelang im Dornröschenschlaf, bis sich das Blatt für sie wendete. Die Übernahme durch die NRW-Stiftung ermöglichte es, sie „wachzuküssen". Die Baudenkmäler werden in der Regel von Heimatvereinen und örtlichen Stiftungen betreut und im Rahmen der Vereinsarbeit für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mitunter verwandeln sie sich auch in ein Zuhause spezieller Nutzer. Zwei Gutshöfe im münsterländischen Schöppingen sind nun beispielsweise Künstlerdorf, das ehemalige Radioteleskop „Astropeiler in der Eifel“ ist Lernort für Schülerinnen und Schüler. 20 Gebäude nennt die NRW-Stiftung entweder komplett ihr Eigen, ist Erbbauberechtigter oder Miteigentümer.

  • Unsere Kulturgüter

    Ein gewisser Sammeltrieb liegt in der Natur des Menschen. Gerade einzigartige Kulturgüter von großem Wert wecken das Interesse privater Kenner. Doch dadurch bleiben viele Kunstwerke, Dokumente oder Gebrauchsgegenstände im Verborgenen. Oder aber sie fristen ein Schattendasein, weil das Geld fehlt, sie zu restaurieren. Die NRW-Stiftung hilft. Sie bemüht sich darum, Kulturgüter zu sichern und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Beispiele hierfür sind ein Gemälde des bedeutenden Landschaftsmalers Otto Modersohn, das heute im Stadtmuseum in Münster hängt. Oder aber die Handschrift des Gedichts „Nachtgedanken“ von Heinrich Heine, die nun in Düsseldorf zu sehen ist.

Im Überblick

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  • Haus Rüschhaus
    Münster
    2011

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  • Astropeiler Stockert
    Kreis Euskirchen
    2005

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  • B.C. Koekkoek-Haus
    Kreis Kleve
    1996

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  • Künstlerdorf Schöppingen
    Kreis Borken
    1990

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  • Hollicher Mühle
    Kreis Steinfurt
    1989

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  • Schäferkämper Wassermühle
    Kreis Soest
    1989

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  • Religio Telgte
    Kreis Warendorf
    1989

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  • Heinrich-Heine-Haus
    Düsseldorf
    1989

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  • Knollmanns Mühle
    Kreis Steinfurt
    1989

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