Droste Welten: Rüschhaus eröffnet

Neue Dauerausstellung erzählt Leben und Werk Annette von Droste-Hülshoffs an ihren authentischen Lebensorten

Am 1. Juli konnte der erste Teil des geplanten Ausstellungsensembles im Rüschhaus eröffnet werden.

Am 1. Juli konnte der erste Teil des geplanten Ausstellungsensembles im Rüschhaus eröffnet werden.

Mit einem Festakt ist jetzt im Rüschhaus in Münster-Nienberge der erste Teil der neuen Dauerausstellung Droste Welten eröffnet worden. Diese erzählt Leben und Werk der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff an ihren beiden originalen Lebensorten, Burg Hülshoff und Rüschhaus. 

Mit der Eröffnung des ersten Teils der neuen Dauerausstellung Droste Welten ist das Rüschhaus in Münster-Nienberge um ein besonderes Ausstellungserlebnis reicher. Die Ausstellung erzählt Leben und Werk der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff an ihren beiden authentischen Lebensorten – Burg Hülshoff und Rüschhaus. Ermöglicht wurde die neue Ausstellung vor allem mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen (EFRE) sowie der LWL-Kulturstiftung.

»Droste Welten: Rüschhaus. Bei diesem Namen ist es ganz klar, dass es Annette von Droste-Hülshoff ist, die das Haus nachhaltig geprägt hat und bis heute prägt. Künftig erleben wir in der Ausstellung, wie sie an diesem Ort Weltliteratur kreierte. « sagte Dr. Georg Lunemann, der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und Kuratoriumsvorsitzender der Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung. Er bedankte sich bei der NRW-Stiftung, der NRW-Kulturversammlung sowie den weiteren Fördergebern Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, der Landesregierung Nordrhein-Westfalen.

»Die NRW-Stiftung ist seit 2011 Eigentümerin des Rüschhauses und hat es der Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung anvertraut. An keinem anderen Ort kommt man dem Leben und Wirken der Droste so nahe wie in ihrem Schneckenhaus. Das Rüschhaus und sein Garten öffnen den Besuchenden neue Einblicke in ihr literarisches Werk. Mit diesem Kleinod ist die NRW-Stiftung ein Teil der neuen Droste Welten. Hier werden Brücken von der Vergangenheit in unsere Gegenwart geschlagen und es entsteht ein neuer Ort für Kreativität und Begegnung.« so Stefan Ast, Geschäftsführer der NRW-Stiftung und Mitglied im Kuratorium Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung.
 

Cornelia Funke, eine der wichtigsten deutschen Autorinnen, beschrieb in einer Videobotschaft, wie die Ausstellung Droste Welten für sie wirkt: »wie eine wunderbare Zeitmaschine, die uns in einen längst vergangenen Alltag transportiert, in eine Lebenswirklichkeit, die Drostes Werk zutiefst beeinflusst hat.«

»Drostes Texte fungieren als Kompass für unsere heutige, möglichst komplexe Beschäftigung mit der Welt, da sie selber so komplex, aber auch scharfsinnig, witzig sind. Heute Schreibende und Forschende kommen an die Orte, an denen sie lebte, beschäftigen sich mit Drostes Themen und schreiben sie so weiter« so Rüschoff-Parzinger, LWL-Kulturdezernentin und Vorstandsvorsitzende der Stiftung.

Im Außenbereich vom Rüschhaus wurden darüber hinaus der neu gestaltete Mitmach-Garten auf der Garten-Insel fertiggestellt, der an die Tradition des historischen Nutzgartens anknüpft, der zu Annette von Droste-Hülshoffs Zeit zum Alltag des Hauses gehörte.

Zur Eröffnung startete zudem das Café Schneckenhäuschen – benannt nach dem Namen, den Droste ihrem Arbeitszimmer gab.

Ausstellung und Garten sind mittwochs bis sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Die Ausstellung ist in deutscher und englischer Lautsprache sowie in Deutscher Gebärdensprache erfahrbar. Das Café Schneckenhäuschen ist freitags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen:

Haus Rüschhaus und die NRW-Stiftung

Direkt zu den neuen Droste Welten beim Center of Literatur (externer Link)