Burbach: Ein großer Teil der Rotmilane verbringt ihre Brutzeit in Deutschland. Die Biologische Station Siegen-Wittgenstein setzt sich seit Jahren für den Schutz des Greifvogels ein. Um das Verhalten der Vögel und ihres Nachwuchses noch besser zu verstehen und insbesondere die Hauptgefährdungsursachen zu kennen, sollen die Tiere im Vogelschutzgebiet „Wälder und Wiesen bei Burbach und Neunkirchen“ mit Sendern versehen werden. Unterstützt wird dieses Vorhaben von der NRW-Stiftung. Sie stellt der Biologischen Station bis zu 40.000 Euro für das Artenschutzprojekt zur Verfügung. Bei einem Besuch in Burbach überreichte Vorstandmitglied Karl Peter Brendel am 7. Juli 2025 die Förderurkunde an die wissenschaftliche Leiterin der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein, Prof. Dr. Jasmin Mantilla Contreras.
„Anhand der Senderdaten können die Lebensraumnutzung der Rotmilane ermittelt und Gründe für die Sterblichkeit abgeleitet werden“, betont Karl Peter Brendel. „Die Ergebnisse des Projektes sollen dazu genutzt werden, die wichtigsten vom Menschen verursachten Einflussfaktoren in der Siegerländer Region zu erkennen und Schutzmaßnahmen zu optimieren.“ Kommt es zum Senderausfall oder verbleibt das Signal auffallend lange an einer Stelle, ist davon auszugehen, dass der jeweilige Rotmilan verendet ist. Er wird dann von Mitarbeitenden der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein geborgen und die Todesursache kann ermittelt werden.
Das Projekt fügt sich ein in eine Reihe weiterer Maßnahmen, die in den vergangenen Jahren von der Biologischen Station durchgeführt und von der NRW-Stiftung gefördert wurden. So wurden beispielsweise Flächen für den Naturschutz erworben und Rotmilan-Horste im Vogelschutzgebiet mit Kameras ausgestattet. Die Besenderung der Rotmilane erfolgt in Kooperation mit dem Projekt LIFE Eurokite.
Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 mehr als 3.800 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt über 325 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im Podcast „Förderbande“.



