NRW-Stiftung sichert Rekonstruktion eines germanischen Langhauses

Bis zu 30.000 Euro für das Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen

Das Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen wird durch die Rekonstruktion eines germanischen Langhauses erweitert. Die NRW-Stiftung unterstützt den Verein Archäologisches Freilichtmuseum Oerlinghausen e. V. bei diesem Vorhaben erneut mit bis zu 30.000 Euro. Das beschloss jetzt der Stiftungsvorstand unter dem Vorsitz von Vizepräsidentin Prof. Dr. Barbara Schock-Werner.

Das Freilichtmuseum Oerlinghausen widmet sich der nordwestdeutschen Ur- und Frühgeschichte von der Altsteinzeit bis zum Frühmittelalter. Eine Ausstellung klärt über Themen des täglichen Lebens, wie die Herstellung von Bekleidung oder die Jagd auf. Zahlreiche museumspädagogische Angebote und Mitmachaktionen runden das Programm ab. Durch die Verknüpfung von Archäologie mit Umweltbildung hat sich das Freilichtmuseum zu einem außergewöhnlichen Ort in der Nordrhein-Westfälischen Museumslandschaft entwickelt.

„Die authentische Rekonstruktion des germanischen Langhauses macht Archäologie greifbar. Die geschichtlich fundierte Vermittlung des Lebens der Germanen und des Verhältnisses zwischen Römern und der einheimischen Bevölkerung, hilft, historische Ungenauigkeiten und Fehlinterpretationen der germanischen Geschichte auszuräumen. So wird das Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen seinem Bildungsauftrag auf eindrucksvolle Weise gerecht,“ erklärt Barbara Schock-Werner die Förderentscheidung der NRW-Stiftung.

Zusätzlichen Kosten machen eine Nachförderung notwendig. Der Ausfall des ursprünglichen Statikers führte zusammen mit unerwarteten zusätzlichen Sicherungsauflagen und zeitlichen Verzögerungen zu einer nicht vorhersehbaren finanziellen Mehrbelastung, die der Verein nicht stemmen kann. Die Förderung für diese Maßnahme beträgt nun insgesamt 100.000 Euro.

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 mehr als 3.600 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt über 300 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im neuen Podcast „Förderbande“.