Aachen: Die Stadt Aachen zählt zu den bedeutendsten historischen Orten Deutschlands und Europas. Seit dem 8. Jahrhundert prägt sie die europäische Geschichte und bewahrt bis heute ein außergewöhnliches kulturelles Erbe. Mit dem Historischen Rathaus im Herzen der Stadt verfügt Aachen über einen zentralen Geschichts-, Bildungs- und Erlebnisort, der jährlich zahlreiche Gäste anzieht. Für die Entwicklung einer virtuellen Zeitreise im Krönungssaal stellt die NRW-Stiftung dem Förderverein Rathaus Aachen e. V. nun Fördermittel von bis zu 250.000 Euro bereit. Bei einem Besuch vor Ort überreichte der Präsident der NRW-Stiftung, Eckhard Uhlenberg, die Förderurkunde.
„Das Aachener Rathaus ist ein herausragender Ort europäischer Geschichte und macht Vergangenheit für Menschen aller Generationen erlebbar. Mit der Förderung möchten wir dazu beitragen, die historische Vermittlung durch moderne Technologien weiterzuentwickeln und für Geschichte zu begeistern. Das Projekt verbindet kulturelles Erbe mit innovativen digitalen Möglichkeiten und schafft ein außergewöhnliches Erlebnis für Besucherinnen und Besucher“, sagte Eckhard Uhlenberg.
Mit dem geplanten Projekt möchte der Aachener Rathausverein das bestehende Vermittlungsangebot um eine digitale Zeitreise erweitern. Mithilfe von Augmented Reality soll der historische Krönungssaal künftig zum Schauplatz interaktiver Geschichtserlebnisse werden. Hierfür bekommen die Besuchenden AR-Brillen ausgehändigt. In den Brillenbügel ist ein Lautsprecher integriert, der die Stimmen der animierten Personen und die gesamte Geräuschkulisse hörbar macht. So bleibt die reale Umgebung sichtbar und wird um virtuelle Elemente ergänzt. Besonders jüngere Menschen sollen durch die spielerische und niedrigschwellige Vermittlung angesprochen werden. „Mit diesem Projekt können wir einen bedeutenden Ort europäischer Geschichte erlebbar machen. Es wird sieben Stationen im Krönungssaal geben, an denen man in Augmented Reality spannende Szenen aus verschiedenen Epochen erleben kann. Damit sind wir die erste Stadt in Deutschland, die so etwas in dieser technischen Perfektion umsetzt. Wir sind der NRW-Stiftung deshalb für ihre Unterstützung sehr dankbar“, betonte Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons.
Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 fast 4.000 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt rund 340 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW, aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im Podcast „Förderbande“.



