Lindlar: Der Verein der Freunde und Förderer des Bergischen Freilichtmuseums Lindlar e. V. plant die Versetzung der Notkirche aus Ratingen-Eggerscheidt in das Bergische Freilichtmuseum Lindlar. Hier soll das ehemalige Gotteshaus als Beispiel für das serielle Kleinkirchenprogramm der Evangelischen Kirche im Rheinland in den 1960er Jahren dienen. Dafür stellt die NRW-Stiftung dem Verein eine Förderung in Höhe von bis zu 50.000 Euro zur Verfügung. Das hat der Vorstand der NRW-Stiftung unter dem Vorsitz von Präsident Eckhard Uhlenberg jetzt beschlossen.
„Mit der Versetzung der Notkirche in das Freilichtmuseum Lindlar wird der Erhalt des seltenen Bauwerks und seine Erlebbarkeit im erweiterten Rahmen als kulturelle Begegnungsstätte und Veranstaltungsort ermöglicht“, betont Stiftungspräsident Eckhard Uhlenberg. Die durch den Düsseldorfer Architekten Helmut Duncker entworfene Kleinkirche zeichnet sich durch ihre ressourcensparende, minimalistische Architektur aus. Sie wurde von Beginn der 1960er Jahre an in über 30 Exemplaren als vorübergehende Notkirche für neue evangelische Gemeinden errichtet. Im Freilichtmuseum Lindlar wird das Bauwerk die bereits vorhandenen historischen Bauten als innovatives Beispiel aus den 1960er Jahren ergänzen.
Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 mehr als 3.800 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt über 325 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im Podcast „Förderbande“.


