NRW-Stiftung fördert Stelenweg zu jüdischem Leben in Bochum

Bis zu 35.000 Euro für den Abschluss des Projekts

An der Neuen Synagoge in Bochum steht bereits eine der Stelen zum Jüdischen Leben in der Stadt.

Seit 2010 macht ein Stelenweg die rund 400-jährige jüdische Geschichte Bochums im Stadtbild sichtbar. Jetzt sollen das Projekt abgeschlossen und die letzten drei geplanten Stelen realisiert werden. Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung unterstützt das Projekt und stellt der Evangelischen Stadtakademie Bochum e.V. für das Vorhaben eine Förderung von bis zu 35.000 Euro zur Verfügung. Das beschloss jetzt der Stiftungsvorstand unter Vorsitz von Eckhard Uhlenberg.

Auf dem Stelenweg berichten mittlerweile elf Stelen über die jüdische Gemeinschaft in Bochum, von den Anfängen im frühen 17. Jahrhundert bis zum Holocaust und vom Neubeginn jüdischen Lebens nach 1945 bis in die Gegenwart. Das Projekt wird insbesondere durch ehrenamtliche Mitglieder der Evangelischen Stadtakademie Bochum getragen. Die Konzeption und Umsetzung der Stelen erfolgt generationenübergreifend in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern. Um das Projekt fertigzustellen, werden jetzt die noch fehlenden drei Stelen verwirklicht. Zusätzlich wird die 2019 erschienene begleitende Publikation erweitert. „Mit großem ehrenamtlichem Engagement setzt sich die Evangelische Stadtakademie dafür ein, die jüdische Geschichte Bochums vor dem Vergessen zu bewahren. Dieser wichtige Beitrag zur Erinnerungskultur verdient Unterstützung“, begründet Eckhard Uhlenberg die Förderentscheidung.

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 rund 3.500 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt 300 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im neuen Podcast „Förderbande“.