Schieder-Schwalenberg: Das Brauwesen in Schwalenberg reicht bis ins Mittelalter zurück. Trotz politischer und wirtschaftlicher Umbrüche – von der napoleonischen Zeit bis zur Industrialisierung – blieb die Brautradition lebendig. Der Vorstand der NRW-Stiftung hat unter dem Vorsitz von Stiftungspräsident Eckhard Uhlenberg beschlossen, die Schwalenberger Brauzunft e. V. zu unterstützen und die Modernisierung und Erweiterung des Brauhauses mit bis zu 50.000 Euro zu fördern. Bei einem Besuch in Schwalenberg überreichte Vorstandsmitglied Dr. Ute Röder die Förderurkunde an die Schwalenberger Brauzunft e. V.
Die Stiftung würdigt mit dieser Entscheidung die jahrhundertealte Brautradition und unterstützt die nachhaltige Sicherung des Brauhauses. Die geplanten Maßnahmen in der ehemaligen Wagenremise aus den 1920er Jahren sind notwendig, um die erfolgreiche Vermittlungsarbeit des Vereins auch künftig generationsübergreifend, ehrenamtlich und gemeinnützig fortzuführen. Gegründet wurde die Schwalenberger Brauzunft e. V. im Jahr 2005. Seitdem führt der Verein das handwerkliche Brauen in der Tradition der historischen Zunft fort. Rund 100 Mitglieder engagieren sich jährlich bei etwa 50 öffentlichen Veranstaltungen wie dem Schau-, Ausbildungs- oder Gemeinschaftsbrauen.
„Die Schwalenberger Brautradition steht beispielhaft für lebendiges Ehrenamt und gelebte Heimatpflege. Mit unserer Förderung helfen wir, dieses handwerkliche Wissen zu bewahren und zugleich zukunftsfähig weiterzuentwickeln“, bekräftigte Dr. Ute Röder.
2023 wurde die deutsche Brauzunft als Trägerin des „Handwerklichen Bierbrauens“ in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen – bundesweit einzigartig in dieser konkret verorteten Form lebendiger Braukultur. So bleibt die Brautradition in Schwalenberg nicht nur ein Stück Geschichte, sondern ein lebendiger Bestandteil der Gegenwart.




