Brühl: Die Grundsteinlegung der UNESCO-Welterbestätte Schloss Augustusburg in Brühl jährte sich 2025 zum 300. Mal. Anlässlich dieses Jubiläums soll zukünftig anhand eines 3D-Modells die Baugeschichte des Schlosses von der mittelalterlichen Landesburg zur kurfürstlichen Rokoko-Residenz gezeigt werden. Die NRW-Stiftung fördert dieses Vorhaben mit bis zu 29.000 Euro. Bei einem Besuch in Brühl überreichte Vizepräsidentin Prof. Dr. Barbara Schock-Werner die Förderurkunde am 18. Februar 2026 an die Vorstandsvorsitzende des Freundeskreises Brühler Schlösser und Gärten e.V., Ellen Wagner.
„Das geförderte Modell dient dazu, die sehr komplexe Baugeschichte von Schloss Augustusburg zu erklären und trägt so auf einzigartige Weise zur Wissensvermittlung bei“, bekräftigte Barbara Schock-Werner. Begleitet wird das haptische Modell durch eine digitale Aufbereitung der Baugeschichte: Am Bildschirm und per App soll diese den Besucherinnen und Besuchern niedrigschwellig und leicht verständlich vermittelt werden. Mit dieser digitalen Technik können die einzelnen Bauphasen des Schlossbaus dann interaktiv und im Kontext der europäischen Geschichte des 18. Jahrhunderts nachvollzogen werden. „Das ermöglicht den Besucherinnen und Besuchern einen ganz neuen Einblick in die Thematik“, so Schock-Werner. Schon 1990 hatte die NRW-Stiftung gemeinsam mit dem Land NRW einen wertvollen Pultschreib¬tisch von 1741 als historisches Ausstattungsstück für das Schloss erworben.
Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 fast 4.000 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt rund 340 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW, aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im Podcast „Förderbande“.



