Dortmund: In Dortmund wird ein beeindruckendes Relikt der Industriegeschichte wieder erlebbar: Der Hansa-Brückenzug im Stadtteil Huckarde ist ein einzigartiges Bauwerk aus der Zeit der Montanindustrie. Zwischen 1926 und 1928 entstand die genietete Stahlkonstruktion als eingleisige Werkbahnbrücke. Damit dieses besondere Denkmal erhalten bleibt, stellt die NRW-Stiftung bis zu 250.000 Euro für seine Konservierung bereit. Bei einem Besuch in Dortmund überreichte Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung, Karl Peter Brendel, gestern die Förderurkunde an den Bahnhof Mooskamp gGmbH.
Der Hansa-Brückenzug ist Teil der ehemaligen Hansa-Werksbahnstrecke und ein eindrucksvolles Zeugnis der Industriekultur im Ruhrgebiet. Mit einer Länge von rund 350 Metern führt die Brücke über mehrere Straßen und das Emschertal. Die darüber verlaufende ehemalige Ringgasleitung war einst Teil der Dortmunder Energieversorgung. „Mit unserer Förderung tragen wir dazu bei, dieses außergewöhnliche Bauwerk zu bewahren und die Hansa-Werksbahnstrecke langfristig für den Fahr-betrieb mit historischen Straßenbahnen zu erhalten. Hierfür wird die in die Jahre gekommene Metallkonstruktion der Brücke von Rost befreit und konserviert“, erklärte Karl Peter Brendel.
Früher verband die Hansa-Werksbahnstrecke die Kokerei Hansa in Huckarde mit dem Stahlwerk Union an der Rheinischen Straße – zwei wichtige Standorte der damaligen Industrie. Bereits seit 2010 wird die rund 6,7 Kilometer lange Trasse für Museumsfahrten des Nahverkehrsmuseums Dortmund genutzt.
2027 wird die Trasse zu einem besonderen Highlight im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung (IGA): Die historische Strecke wird Teil des Zukunftsgartens Hansa in Dortmund. Rund um die historische Kokerei Hansa und das Nahverkehrs-museum entsteht mit dem Kokereipark ein etwa 14 Hektar großer Freizeit- und Erholungsraum, in dem Industriekultur und Natur miteinander verschmelzen sollen. Besucherinnen und Besucher können dann bei den Fahrten mit den historischen Straßenbahnen über das Gartengelände Industriekultur hautnah erleben.
Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 fast 4.000 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt rund 340 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW, aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im Podcast „Förderbande“.
Ein Geschenk zum Geburtstag: 2026 feiern wir 40 Jahre NRW-Stiftung. Allen Bürgerinnen und Bürgern, die auch Jahrgang 1986 sind, schenken wir für ein Jahr die Mitgliedschaft in unserem Förderverein. Alle Infos unter www.nrw-stiftung.de/40-jahre.



