NRW-Stiftung fördert Erhalt der Stadtmauer Zons

Weitere 40.000 Euro für Sanierung der Westmauer

Teile der historischen Stadtmauer von Zons weisen starke Schäden am Mauerwerk und der Mauerkrone auf und müssen dringend saniert werden. Für die Instandsetzung eines Teilabschnittes an der Westmauer stellt die NRW-Stiftung dem Förderverein Denkmalschutz Stadt Zons e.V. eine Förderung von bis zu 40.000 Euro zur Verfügung. Das beschloss nun der Stiftungsvorstand unter dem Vorsitz von Eckhard Uhlenberg.

Die zwischen 1373 und 1408 angelegte Stadtbefestigung der ehemaligen kurkölnischen Stadtfeste Zons ist nahezu vollständig erhalten. Feuchtigkeit und Wurzelbewuchs haben dem Mauerwerk in den vergangenen Jahrhunderten jedoch stark zugesetzt. In einem ersten Teilabschnitt konnte die Westmauer 2018 im Bereich vom Mühlenturm bis zum Wachtürmchen saniert werden. Hierfür stellte die NRW-Stiftung bereits 78.000 Euro bereit. Nun soll in einem zweiten Teilabschnitt die Instandsetzung der Mauer zwischen Wachtürmchen und Einmündung zur Schlossstraße erfolgen. Da die Mauer von seltenen Tier- und Pflanzenarten besiedelt wird, soll sie nicht nur denkmalgerecht, sondern auch unter naturverträglichen Gesichtspunkten saniert werden. Bei diesem Konzept kann der Lebensraum von Flora und Fauna, die teils seit Jahrhunderten auf der Stadtmauer siedeln, weitestgehend erhalten bleiben. „Denkmal- und Naturschutz werden so in Einklang gebracht, was der NRW-Stiftung satzungsgemäß sehr wichtig ist“, betont Eckhard Uhlenberg.

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 rund 3.500 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt 296 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie über das Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden.