NRW-Stiftung fördert Artenschutzprojekt des NABU Stadtverbands Köln

Bis zu 56.000 Euro für bedrohte Reptilien in Köln

Auf dem Foto von links nach rechts: Birgit Röttering (Projektleiterin, NABU Stadtverband Köln), Dr. Horst Bertram (1. Vorsitzender NABU Stadtverband Köln), Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann (Vorstandmitglied NRW-Stiftung), Bettina Spillmann (stellv. Bezirksbürgermeisterin Stadtbezirk Lindenthal, Köln).

Auf dem Foto von links nach rechts: Birgit Röttering (Projektleiterin, NABU Stadtverband Köln), Dr. Horst Bertram (1. Vorsitzender NABU Stadtverband Köln), Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann (Vorstandmitglied NRW-Stiftung), Bettina Spillmann (stellv. Bezirksbürgermeisterin Stadtbezirk Lindenthal, Köln).

Köln: In der Großstadt verlieren heimische Reptilien wie Zauneidechse, Schlingnatter oder Ringelnatter zunehmend ihre Lebensräume. Versiegelte Flächen und fehlende Rückzugsorte setzen den Beständen stark zu. Um die Arten gezielt zu schützen, stellt die NRW-Stiftung dem NABU Stadtverband Köln bis zu 56.000 Euro Fördermittel zur Verfügung. Bei einem Besuch überreichte Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung, die Förderurkunde.
„Das Projekt verbindet Artenschutz, Forschung und ehrenamtliches Engagement auf überzeugende Weise und bringt die Artenvielfalt direkt in den Alltag der Menschen. Mitmachaktionen, Schulangebote, Broschüren und Informationskampagnen sollen das Wissen über heimische Reptilien stärken und zum Schutz der Artenvielfalt beitragen“, erklärte Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann.

Gleichzeitig stärkt der NABU gezielt die Lebensräume: Auf geeigneten Flächen entstehen neue Eiablage- und Versteckplätze aus Totholz und Laub. Davon profitieren unter anderem Zaun-, Wald- und Mauereidechsen sowie Ringelnattern und Schlingnattern.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Ruineneidechse, die 2024 erstmals in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen wurde. Das Projekt untersucht ihre Ausbreitung sowie mögliche Auswirkungen auf heimische Arten – auch vor dem Hintergrund des Klimawandels. Der NABU Stadtverband Köln erfasst seit Jahren systematisch Reptilienvorkommen im Stadtgebiet und bindet dabei Bürgerinnen und Bürger aktiv über eine Melde-App ein. 

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 fast 4.000 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt rund 340 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW, aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im Podcast „Förderbande“.
Ein Geschenk zum Geburtstag: 2026 feiern wir 40 Jahre NRW-Stiftung. Allen Bürgerinnen und Bürgern, die auch Jahrgang 1986 sind, schenken wir für ein Jahr die Mitgliedschaft in unserem Förderverein. Alle Infos unter www.nrw-stiftung.de/40-jahre.