NRW-Stiftung erwirbt Flächen im NSG Rauhe Horst

240.000 Euro für Grunderwerb, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen

Weitere Grundstücke im Naturschutzgebiet können dank der Förderung durch die NRW-Stiftung nun gekauft werden: (von links) Lothar Meckling (Aktionskomitee Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke), Dr. Ute Röder (Vorstand NRW-Stiftung), Dr. Peter Witte (Aktionskomitee), Marianne Thomann-Stahl (Förderverein NRW-Stiftung) und Carola Fürste (Kreis-Umweltamt).

Weitere Grundstücke im Naturschutzgebiet können dank der Förderung durch die NRW-Stiftung nun gekauft werden: (von links) Lothar Meckling (Aktionskomitee Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke), Dr. Ute Röder (Vorstand NRW-Stiftung), Dr. Peter Witte (Aktionskomitee), Marianne Thomann-Stahl (Förderverein NRW-Stiftung) und Carola Fürste (Kreis-Umweltamt).

Lübbecke: Die NRW-Stiftung engagiert sich seit ihrer Gründung 1986 für die Rettung des Weißstorches im Kreis Minden-Lübbecke. Um seine Lebensräume zu schützen und Nahrungsflächen wiederherzustellen, erwirbt die NRW-Stiftung weitere Flächen im Naturschutzgebiet Rauhe Horst-Schäferwiesen. Dr. Ute Röder aus dem Stiftungsvorstand und die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins der NRW-Stiftung, Marianne Thomann-Stahl, trafen sich am Mittwoch, den 19. November 2025 in Lübbecke mit den Akteuren vor Ort zu einem Pressetermin. Für den Grunderwerb sowie Erstpflege- und Entwicklungsmaßnahmen werden 240.000 Euro bereitgestellt. Insgesamt beläuft sich das Engagement der NRW-Stiftung im NSG Rauhe Horst-Schäferwiesen nun auf rund 1,2 Millionen Euro.

Hinweis auf den Schutzstatus als Naturschutzgebiet.

Blick in die "Rauhe Horst" mit landestypischer Weidehütte.

Nisthilfe für Störche.

Das Naturschutzgebiet Rauhe Horst-Schäferwiesen umfasst einen großen zusammenhängenden Grünlandkomplex aus Fettweiden, Obstwiesen, Feucht- und Nasswiesen. Von einer Renaturierung der Flächen werden nicht nur der Weißstorch, sondern auch eine Reihe anderer bedrohter Arten der Feucht- und Nasswiesen wie z. B. der Große Brachvogel oder das Braunkehlchen profitieren. „Die Wiederansiedlung des Weißstorchs im Kreis Minden-Lübbecke ist eine Erfolgsgeschichte. Neben der Weseraue und den Bastauwiesen ist die Rauhe Horst das dritte Naturschutzgebiet, in dem wir uns für den Schutz des Weißstorches in der Region engagieren“, betonte Vorstandsmitglied Dr. Ute Röder. „Durch den Ankauf von Flächen tragen wir dazu bei, den Lebensraum des Weißstorches und auch weiterer Arten zu optimieren und nachhaltig zu bewahren.“ In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Population der Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke zusehends erholt. Anfang der 1990er-Jahre waren lediglich drei Brutpaare im Kreisgebiet zu verzeichnen, 2024 wurden 165 Horstpaare registriert.

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 mehr als 3.800 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt über 325 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im Podcast „Förderbande“.