„Du liebst nur, was du kennst, und du schützt nur, was du liebst" . Unter diesem Motto veranstaltet das Institut für Biologie der Universität Siegen zusammen mit verschiedenen Akteuren des Naturschutzes auch in diesem Jahr wieder einen Tag der Biologischen Vielfalt. Ziel ist es, besonders jungen Menschen das Thema „Biodiversität“ näher zu bringen und ihnen zu zeigen, welche Schätze die Natur direkt vor der eigenen Haustür bietet. Im Fokus steht dabei dieses Mal das Nationale Naturerbe „Trupbacher Heide“ – eine für das waldreiche Siegerland untypische Heidelandschaft und Heimat vieler seltener Tier- und Pflanzenarten. Gefördert wird die Veranstaltung von Beginn an von der NRW-Stiftung, die auch Eigentümerin der Trupbacher Heide ist.
Am 28. Juni können zwischen 11 und 17 Uhr alle Interessierten die Trupbacher Heide erkunden: Entlang eines ausgeschilderten, rund 3,5 Kilometer langen Rundwegs informieren Expertinnen und Experten der Universität und verschiedener Umweltorganisationen an insgesamt zehn Stationen über Themen rund um die Heide, Vielfalt und Natur. „Die Trupbacher Heide wurde landschaftlich durch eine jahrzehntelange Nutzung als Truppenübungsplatz geprägt. Gleichzeitig findet bis heute eine naturverträgliche Beweidung mit Schafen statt, die dafür sorgt, das große Flächen frei bleiben. So konnte sich hier eine besondere Landschaft mit Heide, Magerwiesen und kleinen Tümpeln entwickeln, in der viele Tier- und Pflanzenarten vorkommen, die in unserer Region sonst nicht zu finden sind“, erklärt Dr. Urs Gießelmann vom Institut für Biologie. Welche Insekten, Amphibien, Vögel und sonstigen Tiere und Pflanzen auf der Trupbacher Heide genau leben, erfahren die Besucherinnen und Besucher an den verschiedenen Aktions- und Infoständen. Weitere Themen sind die Weidewirtschaft und besondere Pflegemaßnahmen auf der Heide.
„Das gemeinsame Ziel aller Akteurinnen und Akteure ist es, Menschen für die Besonderheiten der Natur in der eigenen Region zu sensibilisieren. Aus Unwissen entsteht schnell Desinteresse – beides ist eine große Gefahr für die biologische Vielfalt. Dagegen möchten wir etwas tun und zwar direkt vor Ort, so anschaulich und lebendig wie möglich“, sagt die Initiatorin des Tages der Biologischen Vielfalt im Kreis Siegen-Wittgenstein, Prof. Dr. Klaudia Witte.
Eröffnet wird der Tag um 11 Uhr durch Prof. Witte am ehemaligen Bolzplatz oberhalb von Trupbach. Zur Begrüßung sprechen die stellvertretende Landrätin Ursula Belz, die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Siegen, Désirée Schütz, die Freudenberger Bürgermeisterin Nicole Reschke sowie Karl Peter Brendel, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung, die in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag feiert.
Unmittelbar im Anschluss an die offizielle Begrüßung startet auf einer benachbarten Wiese die Greifvogel-Flugshow der Falknerei Bad Marienberg. Kinder können anschließend bei einer Rallye entlang der Strecke viel Neues lernen und spannende Preise gewinnen. Für das leibliche Wohl sorgen der Heimatverein Trupbach mit Waffeln vom Öfchen sowie die Schäferei Küthe mit Fleisch vom Grill.
Hintergrund:
Veranstaltet wird der Aktionstag vom Institut für Biologie der Universität Siegen zusammen mit der NRW-Stiftung, dem NABU sowie dem Kreis Siegen-Wittgenstein. In diesem Jahr sind außerdem dabei: Der Landesbetrieb Wald und Holz, der Naturpark Sauerland Rothaargebirge, die Biologische Station Siegen-Wittgenstein, der Heimatverein Trupbach, die Falknerei Bad Marienberg, die Schäferei Küthe, die Kreisjägerschaft Siegen-Wittgenstein und die Klimawelten Hilchenbach.



