Wo weißes Gold sprudelt
Naturschutzgebiet Salzbrink bei Soest

Die Soester Börde hat einen besonderen Naturschatz zurückgewonnen: Im Naturschutzgebiet Salzbrink sprudeln wieder salzhaltige Quellen. Möglich wurde dies durch das langjährige Engagement der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest e. V. (ABU) und den Flächenerwerb der NRW-Stiftung.
Einst reihten sich entlang des Hellwegs zahlreiche natürliche Salzquellen. Im 20. Jahrhundert wurden jedoch viele gefasst, zugeschüttet oder überbaut. Auch der Salzbrink schien verloren: Eine Bahntrasse durchschnitt das Gebiet, die Sickerquellen verschwanden unter Bauschutt und Erde.
Die ABU gab die Hoffnung dennoch nicht auf. 2014 wurden mehr als 4.200 Tonnen gebietsfremder Boden und Schutt abgetragen und die ursprüngliche Oberfläche freigelegt. Mit erstaunlichem Erfolg: Samen typischer Salzpflanzen hatten Jahrzehnte im Boden überdauert. Wilder Sellerie und Gewöhnliche Strandsimse keimten erneut.
Weitere Maßnahmen verbesserten den Wasserhaushalt und schützten die empfindlichen Quellbereiche. 2022 wurde zudem der Salzbach durch eine Anhebung der Bachsohle „entschleunigt“ und weiteres Fremdmaterial entfernt. Voraussetzung für die Entwicklung war der Erwerb der Grundstücke durch die NRW-Stiftung. 2025 konnte sie die letzte vorgesehene Fläche sichern. Damit kann nun der gesamte Quellbereich naturnah entwickelt werden.
Der Salzbrink gehört zusammen mit den Salzstellen in Salzkotten und Bad Salzuflen zu den letzten nicht überbauten Salzquellgebieten Nordrhein-Westfalens. Als Lebensraum seltener und bedrohter Salzpflanzen besitzt er landesweite Bedeutung.
Unser Engagement
Die NRW-Stiftung hat knapp 7,5 Hektar der Flächen im Naturschutzgebiet Salzbrink erworben. Die Betreuung erfolgt durch die Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest.
Standort
Naturschutzgebiet Salzbrink bei SoestIm Stiftsfeld
59514 Soest
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