Alte Bäume, schiefe Scheune
NABU-Naturschutzstation Münsterland

Vom städtisch geprägten Münsteraner Stadtteil Hiltrup aus ist es nur eine kurze, fünfminütige Autofahrt gen Süden. Trotzdem wähnt man sich auf Gut Heidhorn schon im tiefsten Münsterland. Schließlich ist der ehemalige Gutshof umgeben von Bäumen und Äckern. Er liegt am Rande des Naturschutzgebiets Davert, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet des Münsterlandes und einem wertvollen Lebensraum. Wie passend, dass hier seit der 2007 die NABU-Naturschutzstation Münsterland, Biologische Station für Münster und den Kreis Warendorf, ihren Sitz hat.
Der frühere Gutshof tauchte im 13. Jahrhundert erstmals auf Urkunden auf. Nach einer langen Zeit der landwirtschaftlichen Nutzung richtete man dort im 19. Jahrhundert ein Erholungs- und Altersheim für Nonnen ein. Schließlich übernahm eine Stiftung die Verwaltung des Gutes. Ein Seniorenheim ist hier bis heute ansässig, zudem können Besucherinnen und Besucher in einem historischen Fachwerkspeicher eine Ausstellung zur Gutsgeschichte besichtigen. Die neueren Gebäude bieten Platz für die Büros des NABU, der darin unter anderem die Naturschutzstation betreibt.
Zahlreiche Angebote der Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung finden auf dem Gelände statt – etwa Naturgeburtstage, Ferienfreizeiten, Schulprogramme und Seminare. Dafür werden die vielfältigen Lern- und Erlebnisorte auf dem Gelände von Haus Heidhorn genutzt. Es ist ganzjährig kostenlos zugänglich und bietet mit einem Picknickplatz, Schaubiotopen und Erlebnisstationen vielfältige Möglichkeiten, die Natur gerade auch mit Kindern zu entdecken und zu erleben. Auf dem Gutshof befindet sich außerdem ein Arboretum – eine Sammlung alter, besonderer Bäume.
Neuer Ort für Maschinen
Ein besonderes Gebäude ist die so genannte „schiefe Scheune“. Sie soll der Naturschutzstation, die auch im Auftrag der NRW-Stiftung zahlreiche Naturschutzflächen betreut und pflegt, als Maschinenhalle dienen. Dort sollen Balkenmäher, Traktor und Pritschenwagen auch künftig sicher und trocken an einem Ort stehen – denn ihr bisheriges Zuhause wird bald in ein Wohnhaus umgebaut.
Die „schiefe Scheune“ bietet adäquaten und zugleich schmucken Ersatz. Mit ihren Ziegelfassaden, den Sprossenfenstern, den Bogentoren, dem Satteldach sowie einem Ziegelboden im Inneren ist sie eine original getreu erhaltener Scheunenbau aus der Zeit ihrer Erbauung um 1900 und steht deshalb unter Denkmalschutz. Nach ihrer Sanierung wird sie in neuer Pracht erstrahlen.
Stand der Angaben: Mai 2025
Unser Engagement
Die NRW-Stiftung stellt der NABU-Naturschutzstation Münsterland e. V. für die Sanierung der „Schiefen Scheune“ zur Umnutzung als Maschinenhalle eine Förderung zur Verfügung.
Standort
NABU-Naturschutzstation MünsterlandWestfalenstraße 490
48165 Münster
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