Der Wittekindsberg für Jung und Alt

Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica

Schon seit 1896 steht Kaiser Wilhelm I. in starrer Pose unter seinem steinernen Baldachin auf dem Wittekindsberg an der Porta Westfalica. Ein zum Denkmal gewordener Monarch kann selbst allerdings nicht die Frage beantworten, was es mit ihm und seinem Monument eigentlich auf sich hat. Daher wurde in der Sockelzone der baulich sanierten Denkmalsterrasse vor wenigen Jahren ein Informationszentrum eröffnet, das die Geschichte des Wittekindsberges multimedial aufbereitet. Auf einer Kinderaktionsfläche hinter dem Monument lassen sich Fragen und Antworten neuerdings sogar ausbuddeln.

Im Jahr 2022 konnten die von der NRW-Stiftung geförderten Maßnahmen zur barrierefreien Erschließung des Denkmalareals auf dem Wittekindsberg abgeschlossen werden. Sie umfassen mehrere im Rollstuhl „unterfahrbare“ Informationsstationen an dem Weg, der zu Ringterrasse und Denkmal führt. Beschriftungen in Braille-Buchstaben und Tastreliefs richten sich dabei an Menschen mit schwacher oder fehlender Sehkraft. Ein bronzenes Modell eröffnet überdies die Möglichkeit, auch das Kaiser-Wilhelm-Denkmal selbst mit den Händen zu erkunden. Das heutige Informationsangebot auf dem Wittekindsberg widmet sich aber nicht allein diesem Denkmal, es erläutert darüber hinaus eine Vielzahl weiterer Themen, darunter vorzeitliche Knochenfunde und archäologische Spuren aus der Römerzeit. Die Zwangsarbeit für die Rüstungsproduktion des Dritten Reichs in mehreren unterirdischen Stollen an der Porta Westfalica wird ebenfalls behandelt.

Unterhalb des Denkmals macht ein Bronze-Tastmodell das Denkmal auch für sehbeeinträchtigte und blinde Menschen erfahrbar. Wir sind von dem Werk des Künstlers Egbert Broerken fasziniert, denn ihm ist es gelungen, dass das Modell kaum vom Orignal zu unterscheiden ist.

Foto: Christian Schwier

Kinder der Eine-Welt-Schule in Minden buddeln im "archäologischen Grabungsareal" auf der insgesamt sechshundert Quadratmeter großen Kinderaktionsfläche am Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta-Westfalica.

LWL/ Lehn

Auf dem Weg zum Denkmal geben mehrere Infopunkte einen weiteren Einblick in die Geschichte des Denkmals.

Der Spielplatz am Denkmal

An die kleinen Besucherinnen und Besucher des Wittekindbergs wendet sich seit April 2022 eine rund sechshundert Quadratmeter große, von der NRW-Stiftung geförderte Aktionsfläche, die für Spaß und Spannung am Denkmal sorgt. Viel gibt es dort zu erkunden und auszuprobieren, eine kaiserzeitliche Baustelle zum Beispiel oder paläontologische und archäologische „Ausgrabungen“, bei denen Dinosaurierknochen, Lanzenspitzen, Römerhelme und andere Dinge aus dem Sand geborgen werden können.

Stand der Angaben: September 2023

Unser Engagement

Die NRW-Stiftung unterstützte – in Kooperation mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe – das Großprojekt „Kaiser-Wilhelm-Denkmal“ in Porta Westfalica bei der barrierearmen und zusätzlich auch kindgerechten Gestaltung des Außengeländes. Das Projekt insgesamt diente der Sanierung des Denkmalareals sowie der zeitgemäßen Vermittlung des Themas für die große Zahl der Besucherinnen und Besucher.


Standort

Kaiser-Wilhelm-Denkmal
Kaiserstraße 15
32457 Porta Westfalica
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