Erze, Eisen und Erlebnisse

Bergbauwanderweg Langenholthausen in Balve

Die frühesten Spuren der Eisengewinnung im Raum Balve reichen bis in Vorzeiten zurück. Im Mittelalter profitierte der Absatz der Metallwaren von einem nahen Handelsweg zwischen Rheinland und Westfalen. Und im 18. Jahrhundert entwickelte sich das Balver Gebiet sogar zu einem Zentrum des frühindustriellen Montanwesens. Heute gibt es im Ortsteil Langenholthausen einen Wanderweg zum Thema. Nach schweren Schäden durch den Orkan Kyrill 2007 konnte der Weg dank dem „Historischen Verein Langenholthausen“ in erweiterter Form mit dreizehn Stationen im April 2011 neu eröffnet werden.

Westfalens „Erzgebirge“

Das Erzgebirge liegt zwar in Sachsen, aber Gebirge voller Erz gibt es auch in Nordrhein-Westfalen. Wie es bei der historischen Eisengewinnung im Sauerland zuging, erläutert der Bergwanderbauweg in Balve-Langenholthausen, der zugleich durch eine reizvolle Landschaft führt. Startpunkt der Strecke ist die Hinweistafel mit Übersichtsplan am Parkplatz der St. Johannes-Kirche, Barbara-Träger-Platz, Langenholthausen.

Einige Gebäude und Relikte aus der Bergbauzeit sind in Langenholthausen noch erhalten.

Dazu gehören Geräte genauso wie ...

... historische Werkzeuge.

Wertvoller Roteisenstein, wegen seiner Farbe auch Hämatit – Blutstein – genannt, kam bei Langenholthausen an mehreren Lagerstätten vor. Vom Abbau zeugen heute noch die Spuren verschiedener Schächte, Stollen und trichterartiger „Pingen“. Bezeichnend ist der Name von Station 1 des Wanderwegs: Grube Vossloh, sprich: Fuchs-Loh. Es handelt sich um eine direkte Anspielung auf die Gesteinsfärbung – so wie der Volksmund im benachbarten Rheinland rötliche Farben ja ebenfalls gerne „fussig“, also „fuchsig“ nennt. Für die Eisenproduktion benötigte man im Übrigen auch Brennmaterial. Vor dem Siegeszug des Steinkohlekoks war das die Holzkohle. Keinesfalls versäumen sollte man daher den Abstecher zur nahen Luisenhütte mit ihrem historischen Holzkohle-Hochofen.

Unser Engagement
Der „Historische Verein Langenholthausen“ konnte mithilfe der NRW-Stiftung den durch Sturmschäden stark beeinträchtigten Bergbauwanderweg in erweiterter Form neu ausstatten.


Standort

Bergbauwanderweg Balve-Langenholthausen
Langenholthausen
58802 Balve
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