Der Park auf den Südhöhen

Die Barmer Anlagen in Wuppertal

Kurz nach seiner Gründung 1864 begann der Barmer Verschönerungsverein Flächen auf den sogenannten Barmer Südhöhen zu erwerben. So entstanden die Barmer Anlagen, der zweitgrößte öffentlich zugängliche Privatpark Deutschlands. Das rund hundert Hektar große, mit vielen Denkmälern geschmückte Gelände gehört heute zur deutsch-niederländischen Straße der Gartenkunst und seit 2014 wegen seiner kulturhistorischen Bedeutung auch zum „European Garden Heritage Network“. Obwohl die Vegetation schon unter Stürmen und manche Denkmäler leider auch unter Vandalismus leiden mussten, sorgt ein großes ehrenamtliches Engagement für die Bewahrung des Parks. Mit viel Aufwand wurde im 21. Jahrhundert zum Beispiel die „Dicke-Ibach-Treppe“ von 1897 gerettet.

Landschaftserlebnis mit Geschichte

Die Barmer Anlagen zählen zu jenen Parks, in denen es zwar nicht gerade über Stock und Stein geht, die aber nach englischem Vorbild ein Landschaftserlebnis vermitteln. Geplant vom königlichen Hofgartendirektor Joseph Clemens Weyhe aus Düsseldorf, wurden sie von dessen Schüler Peter Schölgen ab 1870 ein halbes Jahrhundert lang weiterentwickelt – leider historisch keine Friedenszeit, wie einige Gefallenen-Mahnmale bezeugen. Doch stößt man ebenso auf Denkmäler für Personen aus der Dichterkunst, pädagogische Fachkräfte und sogar für den Tierschutzgedanken. Die alte Barmer Bergbahn, die von 1894 bis 1959 hinauf zum Toelleturm auf 330 Meter Höhe fuhr, gibt es bedauerlicherweise nicht mehr, nur noch die Trasse dieser Zahnradbahn ist heute durch Granitstelen markiert. Erhalten hat sich hingegen ein kaum jüngeres Wahrzeichen der Anlagen – die Dicke-Ibach-Treppe, gestiftet 1897 von Friedrich Wilhelm Dicke und Rudolf Ibach, zwei früheren Vorsitzenden des Verschönerungsvereins. Die Freitreppe wurde im neuen Jahrtausend mehrfach saniert, 2014 vor allem wegen Feuchtigkeitsschäden. Das Bronzerelief „Christus heilt ein mißhandeltes Tier“ von 1933, das 2006 gestohlen und zerstört wurde, ist durch eine Reproduktion ersetzt worden.

Stand der Angaben: Juni 2023

Vom 330 Meter hohen Turm genießt man eine tolle Aussicht über das Wuppertal.

Für Orientierung sorgt die Kompassrose auf der Turmplattform.

Die Dicke-Ibach-Treppe, erbaut 1897, wird mit umfangreichen Sanierungsmaßnahmen erhalten.

Beschaulich: Die Barmer Anlagen sind als Landschaftspark nach englischem Vorbild angelegt.

Das Projekt „Schräg, schräger, … Barmer Anlagen!“ in unserem Förderbande-Podcast

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Unser Engagement

Die NRW-Stiftung unterstützte den Barmer Verschönerungsverein 2014 zu dessen 150. Jubiläum beim Erhalt der Dicke-Ibach-Treppe. Der Toelle-Turm oberhalb der Barmer Anlagen wurde bereits 1990 mithilfe der NRW-Stiftung saniert.


Standort

Barmer Anlagen
Obere Lichtenplatzer Straße
42287 Wuppertal
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