NRW-STIFTUNG GIBT 55.000 EURO FÜR STANDORT DES DENKMALGESCHÜTZTEN KIOSKS

STARTSCHUSS FÜR DEN WIEDERAUFBAU DES BUNDESBÜDCHENS

Bonn, 20.02.2019. Dieser Gast kam nicht mit leeren Händen: Prof. Karl-Heinz Erdmann, Vorstandsmitglied der Nordrhein-Westfalen-Stiftung, überreichte jetzt die schriftliche Förderzusage der NRW-Stiftung über 55.000 Euro an Peter Storsberg, den Vorsitzenden des Bonner Fördervereins Historischer Verkaufspavillon. Mit dieser Zusage und weiteren maßgeblichen Zuschüssen der Stadt Bonn sind nun auch die Erdarbeiten für den Wiederaufbau des als „Bundesbüdchens“ bekannten und denkmalgeschützten Gebäudes gesichert.

Am künftigen Standort des wohl berühmtesten Kiosks der Bundesrepublik wird die Baustelle zurzeit eingerichtet. Der neue Standort an der Heussallee/Ecke der Vereinten Nationen ist nicht weit entfernt vom originalen Schauplatz an der Görresstraße auf dem heutigen Gelände des World Conference Center Bonn mitten im Regierungsviertels. Dort wurde der Kiosk einst zu einer „Institution“ des früheren Politbetriebes. Jürgen Rausch, dessen Familie seit 1957 dort die Abgeordneten und Minister mit Zeitungen, Kaffee, Tabak und kleinen Snacks versorgte. Die Handwerksbäckerei Mauel wird den Pavillon nach dem Wiederaufbau weiterhin als Verkaufskiosk betreiben. Jürgen Rausch wird dann oft als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Er möchte, so erläuterte Rausch beim Baubeginn, etwa Schulklassen von seinen vielen Begegnungen mit früheren Politikern berichten und Erinnerungsbilder zeigen. Denn über Jahrzehnte war der „Kiosk im Regierungsviertel“ für Parlamentarier und Journalisten eine tägliche Anlauf- und Informationsstelle. „Doch was früher Politiker am Kiosk besprochen haben, unterlag absolutem Stillschweigen, Das war auch der Grund, warum hier jeder mit jedem frei plaudern konnte - eine Art ungeschriebenes Gesetz, an das sich alle gehalten haben, gleich welcher Partei“, ergänzt Storsberg. Auch deshalb wurde der Kiosk mit der markanten Marlboro-Reklame zu einem Sinnbild der Bonner Demokratie – bis zum Wechsel des Regierungssitzes vor ziemlich genau 20 Jahren.

Der unter Schutz gestellte Pavillon wurde als Ganzes abtransportiert und lagert seitherbei bei einer Spedition in Bornheim. Die Sympathie der Menschen für dieses Denkmal, aber auch das Engagement des 2015 gegründeten Fördervereins hätten die NRW-Stiftung davon überzeugt, sich ebenfalls für den Wiederaufbau zu engagieren, so Erdmann. An den Kosten für den Wiederaufbau und die Sanierung beteiligen sich auch Bonner Unternehmen mit Spenden, das Bundesministerium für Kultur und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die ihre Fördermittel wie auch die NRW-Stiftung zu großen Teilen aus Spielerträgen von Westlotto erhält.


Übergabe des Förderbescheids am künftigen Standort des Bundesbüdchens: (v.l.) Architekt Christoph Pfeifer, Vorsitzende des Fördervereins Historischer Verkaufspavillon, Peter Storsberg, von der NRW-Stiftung das Vorstandsmitglied Prof. Karl Heinz Erdmann und die Referentin für Heimat- und Kulturpflege, Mona Wehling sowie der ehemalige Kioskbesitzer Jürgen Rausch.
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Fotos: Bernd Hegert / NRW-Stiftung
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