GESCHICHTE WIRD WIEDER ERLEBBAR

AUS ALTEM WACHGEBÄUDE WIRD NEUES INFORMATIONSZENTRUM

Gruppenbild unter der Überwachungskamera (v.l.): Der Präsident der NRW-Stiftung, Eckhard Uhlenberg, der frühere Leiter des Siebengebirgsmuseums Elmar Scheuren, die Geschäftsführerin der NRW-Stiftung Martina Grote und der Projektbeauftragte der BImA für den Petersberg, Joachim Burdack.
Gruppenbild unter der Überwachungskamera (v.l.): Der Präsident der NRW-Stiftung, Eckhard Uhlenberg, der frühere Leiter des Siebengebirgsmuseums Elmar Scheuren, die Geschäftsführerin der NRW-Stiftung Martina Grote und der Projektbeauftragte der BImA für den Petersberg, Joachim Burdack.
 
 
 
 
 
 
 
Fotos: Werner Stapefeldt/NRW-Stiftung
Fotos: Werner Stapefeldt/NRW-Stiftung
 
An der einzigen Zufahrtstraße zum Petersberg steht kurz vor dem heutigen Steigenberger Grandhotel das ehemalige Wachgebäude des Bundesgrenzschutzes, eine Sicherheitseinrichtung für die oft sehr hochrangigen und prominenten Gäste der Bundesregierung zu deren Bonner Zeiten. Aus dem unscheinbaren Gebäude soll nun ein Besucher- und Informationszentrum mit einer Ausstellung zur besonderen Bedeutung des Petersbergs für die Deutsche Geschichte werden. Die NRW-Stiftung wird das frühere Wachhaus in Kürze von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) erwerben und als neue Eigentümerin das Gebäude sanieren und einrichten.

Gemeinsam stellten jetzt der Präsident der NRW-Stiftung, der frühere Umweltminister und Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg, der Projektbeauftragte der BImA, Joachim Burdack und Projektkoordinator Elmar Scheuren die Pläne für die Sanierung und den Aus- und Umbau vor: Danach soll die künftige Ausstellung in den fünf Gebäudeteilen Schwerpunkte zeigen wie den "Politischen Petersberg" als Ort etwa für das Petersberger Abkommen von 1949. Ein weiterer Bereich widmet sich der eindrucksvollen Reihe der Staatsgäste, die am Petersberg zu Gast waren: Äthiopiens Kaiser Haile Selassie (1954) etwa war ebenso hier wie die britische Königin Elizabeth II. (1965) oder der damalige KPdSU-Generalsekretär Leonid Breschnew (1973).

Auch die Geschichte des vorgelagerten Wachgebäudes wird zum Thema: Dafür sollen noch vorhandene Anlagen wie Überwachungskameras, Schrankenanlagen, Garage mit Panzerglas, Waffenschränke und Beleuchtungstürme als authentische Zeugnisse einer vergangenen Ära erhalten bleiben. Das Konzept für das neue Zentrum entwickelt der frühere Leiter des Siebengebirgsmuseums in Königswinter, Elmar Scheuren, dem dabei Prof. Hans Walter Hütter von der Stiftung "Haus der Geschichte der BRD" beratend zur Seite steht.

"Für die NRW-Stiftung ist zudem wichtig, dass hier auch der Naturraum Siebengebirge als ältestes Naturschutzgebiet Deutschland thematisiert wird", so deren Präsident Uhlenberg. In unmittelbarer Umgebung des Hotels gehen demnächst rund 90 Hektar Schutzgebiet mit wertvollen Buchenwäldern aus dem Nationalen Naturerbe in den Besitz der NRW-Stiftung über.

Mitte 2020 wird das neue Besucher- und Informationszentrum voraussichtlich die Pforten öffnen. Dann sollen von hier aus angemeldete Besuchergruppen über das Plateau des Petersberges und auch durch das geschichtsträchtige Hotelgebäude geführt werden. Geplant ist zudem, den künftigen Besuchern Informationen zu markanten Zeugnissen wie den Spuren einer früheren Zahnradbahn, Wallfahrtswegen oder der noch erhaltenen Kapelle der Zisterziensermönche anzubieten. Zudem sollen thematisch Brücken zu benachbarten Einrichtungen wie dem Königswinterer Siebengebirgsmuseum oder dem Bonner Haus der Geschichte geschlagen werden. Die NRW-Stiftung möchte das Gebäude und den Außenbereich des künftigen Informationszentrums barrierefrei gestalten und es an den öffentlichen Nahverkehr und an die vorbeiführenden Wanderwege (Bittwege, Rheinsteig) anbinden.

An den Kosten beteiligen sich der Bundeshaushalt mit 300.000 Euro, außerdem stellte auch der Landschaftsverband Rheinland Zuschüsse in Aussicht. Die NRW-Stiftung wird sich mit rund 400.000 Euro einbringen und später den Betrieb mithilfe der Schloss Drachenburg gGmbH, einer Tochtergesellschaft der NRW-Stiftung, koordinieren. Das Geld für ihre Aufgaben erhält die NRW-Stiftung überwiegend vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, zunehmend aber auch aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und durch Spenden.

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