Arbeiten im Denkmal

Die NRW-Stiftung hat ihren Sitz in einem Haus mit Geschichte. Sie teilt es sich mit der Kunststiftung NRW.

Die NRW-Stiftung ist in der Landeshauptstadt Düsseldorf zu Hause. Passend zu ihrer Arbeit nutzt sie selbst ein Denkmal: Im Stadtteil Derendorf hat sie seit Anfang der 1990er-Jahre ihren Sitz im Haus der Stiftungen NRW. Traditionsreiche Mauern, erbaut 1895. Damals stand das Gebäude mitten auf einem Kasernengelände und diente als Offizierskasino mit Speise- und Aufenthaltsräumen für Soldaten. Auf dem Areal waren die Ulanen und Husaren, berittene Einheiten, ansässig.

Vom Studio zur Kantine

Bereits nach dem Ersten Weltkrieg zogen die ersten zivilen Nutzer ein. Einer der Vorgänger des WDR produzierte hier Rundfunksendungen. Später übernahm das Land. Es brachte hier unter anderem eine Kantine für Minsteriumsmitarbeiter unter. In den 1980er-Jahren verfiel das Gebäude immer mehr. Eine Entscheidung der Landesregierung rettete es. Sie stellte das Haus unter Denkmalschutz und restaurierte es. Seit Anfang der 1990er-Jahre ist es das Haus der Stiftungen NRW.

Tür an Tür mit der Kunst

Die Mehrzahl ist dabei richtig gewählt – denn neben der NRW-Stiftung ist die andere große Stiftung des Landes hier ansässig. Die Kunststiftung NRW fördert Kunst- und Kultur mit einem engen Bezug zu Nordrhein-Westfalen. Dabei unterstützt sie insbesondere begabte junge Künstlerinnen und Künstler und den internationalen Kulturaustausch.

Dem Altbundespräsidenten zu Ehren

Beide Stiftungen teilen sich den Johannes-Rau-Saal. Der restaurierte, rund 150 Quadratmeter große Raum wird für Gremiumsitzungen, Ausstellungen, Konzerte und andere Veranstaltungen genutzt. Er wurde im Jahr 2016 nach dem Altbundespräsidenten benannt, da er in seiner Amtszeit als NRW-Ministerpräsident in den 1980er- und 1990er-Jahren Vorsitzender beider Stiftungen war und sie auf ein stabiles Fundament stellte.