In der „Donnerbüchse“ durch NRW

Historischer Schienenverkehr Wesel

Die Wagons rattern über die Schienen, Dampf kommt aus dem Schornstein und der Pfiff der Lokomotive begleitet die Fahrgäste mit 90 km/h Höchstgeschwindigkeit durch Nordrhein-Westfalen. Beim Historischen Schienenverkehr Wesel e.V. (HSW) können Besucher auch im 21. Jahrhundert noch erleben, wie man in den oft zitierten guten alten Zeiten reiste. 

Mit viel Liebe haben die Vereinsmitglieder die denkmalgeschützten Schienenfahrzeuge historisch originalgetreu restauriert. Die Dampf- und Diesel-Lokomotiven und die Wagons, die fast alle älter als ihre Schutzengel sind, stammen zum überwiegenden Teil aus Wesel und der näheren Umgebung, bzw. waren dort im Einsatz. Der Packwagen ist im Jahre 1883 gebaut worden und die Personenwagen zwischen 1835 und 1908. Die Besucher bekommen auf dem Gelände die Gelegenheit, eine jahrhundertealte Bauart zu entdecken, die wegen des unüberhörbaren Fahrgeräusches unter dem Namen „Donnerbüchse“ bekannt ist.

Der Verein Historischer Schienenverkehr Wesel e.V. darf übrigens das offizielle Schienennetz der Deutschen Bahn weitläufig befahren. Das ganze Jahr über bietet er Ausflugs- und Städtefahrten zwischen Rheinpromenade und Hoher Mark an. In etwa dreistündiger Fahrt erreichen die Züge viele attraktive Ziele: im Sauerland, in der Eifel, im Hohen Venn (Belgien), an Ahr, Mosel, Mittelrhein und Lahn. Buffetwagen und Service am Platz lassen die Fahrten zum besonderen Erlebnis werden. So hat der Verein viele Stammgäste, die den Zug auf fast jeder Fernfahrt begleiten. Heiß geliebt sind bei Kindern und Erwachsenen die Nikolausfahrten, wenn Nikolaus und sein Knecht Ruprecht zu den Fahrgästen gehören.

Der HSW hat seit kurzem einen neuen Standort am Stadtrand von Wesel, nahe des Rheinufers, wo die Stadt Wesel ein Grundstück zur Verfügung gestellt hat. Das Gelände befindet sich in unmittelbarer Nähe zu einer im zweiten Weltkrieg von deutschen Truppen gesprengten Eisenbahnbrücke, die noch in Fragmenten erhalten ist. Die ehemalige Rheinbrücke der Cöln-Mindener-Eisenbahn-Gesellschaft hatte bei ihrer Fertigstellung im Jahr 1874 eine Spannweite von 1.950 Metern, ruhte auf 110 Backsteinpfeilern und war damals die längste Eisenbahnbrücke über den Rhein.

Unser Engagement

Die NRW-Stiftung unterstützt den Verein Historischen Schienenverkehr Wesel e.V. finanziell bei der Erschließung und die Herrichtung des neuen Standortes an der Römerwardt in Wesel.

Darüber hinaus hat die NRW-Stiftung die Aufarbeitung der historischen Dampflok HSW1 aus dem Jahr 1916 mit finanziert.


Historischer Schienenverkehr Wesel
Karl Jatho Straße 1
46487 Wesel

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