HAUS DER STIFTUNGEN

JOHANNES-RAU-SAAL IM HAUS DER STIFTUNGEN

v. l. der Präsident der NRW-Stiftung Harry K. Voigtsberger, Ministerin Christina Kampmann, Generalsekretärin der Kunststiftung NRW Dr. Ursula Sinnreich, Christina Rau, der Präsident der Kunststiftung Dr. Fritz Behrens, Landtagspräsidentin Carina Gödecke und die Geschäftsführerin der NRW-Stiftung Martina Grote (Foto: Melanie Stegemann)
v. l. der Präsident der NRW-Stiftung Harry K. Voigtsberger, Ministerin Christina Kampmann, Generalsekretärin der Kunststiftung NRW Dr. Ursula Sinnreich, Christina Rau, der Präsident der Kunststiftung Dr. Fritz Behrens, Landtagspräsidentin Carina Gödecke und die Geschäftsführerin der NRW-Stiftung Martina Grote (Foto: Melanie Stegemann)
Der Veranstaltungssaal im Haus der Stiftungen im Düsseldorfer Stadtteil Derendorf trägt nun den Namen Johannes-Rau-Saal. In einer Feierstunde stellten die nordrhein-westfälische Kulturministerin Christina Kampmann, Christina Rau, Dr. Fritz Behrens als Präsident der Kunststiftung NRW und Harry K. Voigtsberger als Präsident der NRW-Stiftung den kürzlich restaurierten Saal in der ersten Etage des denkmalgeschützten früheren Offizierskasinos unter seinem neuen Namen vor.

Als damaliger Ministerpräsident brachte Johannes Rau 1986 die Nordrhein- Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimatund Kulturpflege und 1989 die Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW – heute Kunststiftung NRW – auf den Weg. Beide Stiftungen nutzen seit 1991 das ehemalige Offizierskasino an der Roßstraße
Johannes Rau 1991 bei der Eröffnung des Hauses der Stiftungen mit Reinhard Linsel und Dr. Diether Deneke.
Johannes Rau 1991 bei der Eröffnung des Hauses der Stiftungen mit Reinhard Linsel und Dr. Diether Deneke.
gemeinsam als Haus der Stiftungen in NRW. Der rund 150 Quadratmeter große Hauptraum des Gebäudes wird von den Stiftungen für Gremiensitzungen, aber auch für Ausstellungen, Konzerte und ähnliche Kulturveranstaltungen genutzt. Ministerin Kampmann, die auch stellvertretende Vorsitzende der höchsten Gremien beider Stiftungen ist, betonte Raus Weitsicht und Zukunftsplanung, mit der er in den 1980er- und 1990er- Jahren beide Stiftungen als Vorsitzender begleitet und auf ein stabiles Fundament gestellt habe.

Die NRW-Stiftung unterstützt mit ihren Förderungen das Engagement ehrenamtlicher Vereine und gemeinnütziger Einrichtungen für den Naturschutz und für die Heimatund Kulturpflege in NRW. Die Kunststiftung NRW fördert Künstlerinnen und Künstler, Projekte und Veranstaltungsformate, die sich durch programmatische Besonderheiten und impulsgebende Konzepte auszeichnen.
EIN DENKMAL

Ein Gebäude mit Geschichte: Das Haus der Stiftungen in NRW.
Ein Gebäude mit Geschichte: Das Haus der Stiftungen in NRW.
Das heutige Haus der Stiftungen in NRW hat eine facettenreiche Geschichte: Erbaut wurde es 1895 als Offizierskasino für berittene Ulanen und Husaren, die in dem Haus an der Roßstraße – damals umgeben von Kasernenanlagen – Feste feierten. In den 1920er-Jahren war das Gebäude Sitz des Nordwestdeutschen Rundfunks, des späteren WDR, der von hier aus Rundfunksendungen ausstrahlte. Das Haus wurde später von verschiedenen Ministerien genutzt, unter anderem als Kantine für Bedienstete. Es verfiel zunehmend in den 1980er-Jahren. Dann beschloss die Landesregierung, das Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen und es umfassend zu restaurieren. Seit Anfang der 1990er-Jahre ist es das Haus der Stiftungen in NRW.

Stand der Angaben: 2016 / Nr. 1





Druckversion  [Druckversion]