INFOMATERIAL

DAS NATURRESERVAT RIESELFELDER WINDEL IN BIELEFELD-SENNE

Wo über Jahrzehnte die Textilfirma Windel ihre Abwässer verrieselte, entstand ein rund 100 Hektar großes Feuchtgebiet, das sich mit seinen Grünland-, Schilf- und Wasserflächen zum wohl bedeutendsten Brut- und Rastplatz für Wasservögel im Bielefelder Raum entwickelte. Es ist heute Lebensraum für so seltene Vogelarten wie Bekassine, Teichrohrsänger, Rohrweihe und Flussregenpfeifer. Den vielen Insekten und Kleintieren, die dort leben, bieten Alteichen, Hecken und Blänken ideale Lebensbedingungen.

Um große Teile des Feuchtbiotops dauerhaft zu erhalten, haben die Firma Windel, die NRW-Stiftung und weitere Förderer vor einigen Jahren die Stiftung Rieselfelder Windel ins Leben gerufen, die in enger Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld e.V. dieses Naturreservat betreut. Die neue Informationsbroschüre soll jetzt Besuchern dessen Wert vermitteln. Sie führt zu 16 Stationen, an denen das Info-Heft über Entstehung, Artenreichtum und Besonderheiten dieses ungewöhnlichen Naturreservates erläutert.

Dabei habe man bewusst darauf verzichtet, großflächige Informationstafeln im Gelände aufzustellen, und statt dessen am Wegesrand lediglich kleine, dezente "Nummernschildchen" angebracht, die auf entsprechende Erläuterungen in dem Informationsheft verweisen, so Prof. Wilfried Stichmann, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung. Die neue Broschüre, maßgeblich von der Biologischen Station und der Stiftung Rieselfelder Windel entwickelt, informiert zum Beispiel darüber, welche Vogelarten von den Aussichtskanzeln zu sehen sind, welche Rolle Heidschnucken in der Landschaftspflege spielen, wie das Wurzelwerk des Schilfröhrichts Abwasser klärt oder warum Blänken, Hecken und Alteichen für die Artenvielfalt so wichtig sind.

Das Faltblatt eignet sich auch für den Biologie-Unterricht im Freien und kann im Klassensatz bestellt werden.

   PDF (3,3 MB)


Druckversion  [Druckversion]