BURG FRANKENBERG IN AACHEN

FRANKENB(U)ERGERSCHAFTLICHES ENGAGEMENT MACHT FREUDE

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Burg Frankenberg unter anderem als Sitz des Arbeitsamtes, ab 1961 beherbergte sie eine stadt- und heimatgeschichtliche Sammlung. Leztere entsprach modernen Erfordernissen allerdings schon lange nicht mehr. <small>Bild: Kurt Beyer</small>
Nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Burg Frankenberg unter anderem als Sitz des Arbeitsamtes, ab 1961 beherbergte sie eine stadt- und heimatgeschichtliche Sammlung. Leztere entsprach modernen Erfordernissen allerdings schon lange nicht mehr. Bild: Kurt Beyer
Eine Burg für Bürger – so kann man die alte Feste Frankenberg in Aachen mit Fug und Recht nennen. Im August 2014 wurde sie nach langen Umbaumaßnahmen wiederer­öffnet und ist jetzt bestens für ihre Zukunft als Kultur­- und Veranstaltungszentrum gerüstet. Denn ab sofort stehen die Burgräume für Konzerte, Theater und Ausstellungen, aber auch für Vereinstreffen, Seminare und private Familien-­ oder Hochzeitsfeiern zur Verfügung. Ermöglicht hat das der 2005 gegründete Verein "Frankenb(u)erger", der sich für das Frankenberger Viertel in Aachen einsetzt. In dem Stadtviertel aus der Gründerzeit stehen nicht nur die Burg, sondern auch über 300 Häuser unter Denkmalschutz.

<small>Bild: Kurt Beyer</small>
Bild: Kurt Beyer
Fast 50 Jahre lang diente die Burg Frankenberg als stadt­historisches Museum. Diese Ära endete, als mit dem modernen "Centre Charlemagne" in Aachen ein neues Ausstellungsgebäude entstand. Für die Burg Frankenberg mussten andere Nutzungen gefunden werden. Das bürgerschaftliche Engagement für eine denkmalgerechte Verwandlung der alten Mauern brachte dabei buch­stäblich Bewegung ins Frankenberger Viertel, wie der Vereinsvor­sitzende Ingo Klusemann mit Blick auf die vielen freiwilligen Helfer unterstreicht, die eigenhändig mit anpackten. Gefördert wurden die Baumaßnahmen aus dem Projekt "Initiative ergreifen" der NRW­-Landesregierung sowie durch die NRW­-Stiftung. Die Frankenb(u)erger selbst sammelten stolze 165.000 Euro Spendengelder.

BURG IM HÖHENFLUG

Nun ist die alte Feste als "Burg für Bürger" zum Kultur- und Veranstaltungs-zentrum geworden. Am 31. August 2014 wurde die Eröffnung gefeiert. <small>Bild: Kurt Beyer</small>
Nun ist die alte Feste als "Burg für Bürger" zum Kultur- und Veranstaltungs-zentrum geworden. Am 31. August 2014 wurde die Eröffnung gefeiert. Bild: Kurt Beyer
Trotz ihres Namens und obwohl sie in der Sage mit dem berühmtes­ten aller Franken – Karl dem Großen – in Verbindung gebracht wird, hat die Burg historisch nichts mit dem Kaiser zu tun, dessen Todestag sich 2014 zum zwölfhundertsten Mal jährte. Denn die Burg Frankenberg wurde erst im 13. Jahrhundert errichtet. Ihre Erbauer waren mächtige Adlige, die als Vögte über die Reichsabtei Burtscheid großen Einfluss hatten.Später erlebte die Burg lange Verfallszeiten, doch im 19. Jahr­hundert kam es zu Wiederaufbaumaßnahmen.
<small>Bild: Kurt Beyer</small>
Bild: Kurt Beyer
1897 zog der als Flugzeug-konstrukteur berühmt gewordene Hugo Junkers in das Haupt­haus von Burg Frankenberg ein – heute könnte er hier studieren, dass es auch im Ehrenamt erfolgreiche Höhenflüge geben kann.

Stand der Angaben: Stiftungsmagazin 2014/2


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Der 2005 gegründete Verein Frankenb(u)erger e. V. hat inzwischen 250 Mitglieder. Bei der Restaurierung der Burg und ihrer Einrichtung als Kulturzentrum halfen den tatkräftigen Vereinsmitgliedern unter anderem das Land NRW,
 die Stadt Aachen und die NRW-Stiftung.

Googlemap aufrufenBurg Frankenberg
Bismarckstraße 68
52066 Aachen
Telefon: 02 41 / 43 24 41 0
www.burgfrankenberg.de

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