AUSSERSCHULISCHER NATURKUNDE-UNTERRICHT IN DER ARCHE NOAH

EXPERIMENTIEREN IN DER ARCHE

In einem ehemaligen Freibad ist der neue Schulungsraum untergebracht.<br />
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Foto: Arche Noah Menden e. V.
In einem ehemaligen Freibad ist der neue Schulungsraum untergebracht.

Foto: Arche Noah Menden e. V.
Im sauerländischen Menden kann das Naturschutzzentrum Arche Noah jetzt noch besser als außerschulischer Lernort genutzt werden: Es verfügt über ein eingerichtetes Wasserlabor. In dem mithilfe der NRW-Stiftung eingerichteten Forscherraum können Kinder und Jugendliche vor allem das Element Wasser erforschen und ebenso spannende wie lehrreiche Experimente durchführen. So können hier beispielsweise Wasserflöhe beobachtet oder Rattenschwanzlarven gesucht werden – praktische Übungen, für die es erfahrungsgemäß im normalen Unterricht an Ausstattung und Zeit fehlt. "Besonders der Wasserfloh eignet sich als tierisches Anschauungsobjekt beim Thema Wasser", sagt Ulrich Hering, der Vorsitzende des Fördervereins Arche Noah e. V. "Er kann frisch aus dem Wasser herausgefischt werden und dann beispielsweise seine Reaktion auf Licht untersucht werden."

Als Unterrichtsort bietet er bis zu 70 Schülern Platz.<br />
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Foto: Arche Noah Menden e. V.
Als Unterrichtsort bietet er bis zu 70 Schülern Platz.

Foto: Arche Noah Menden e. V.
Der neue Raum ist zudem mit Aquarien zum Thema "Krebse" ausgestattet. Außerdem werden wechselnde Ausstellungen gezeigt, denn auch Themen wie "Energie, Klima und Elektrizität" spielen hier eine Rolle. Ergänzt wird das Wasserlabor durch das neue "Arche Mobil" – ein rollendes Labor, das direkt in der Schule eingesetzt werden kann und sämtliches Equipment beinhaltet, mit dem die Versuche aus dem Labor nachgestellt werden können.

Foto: Werner Stapelfeldt
Foto: Werner Stapelfeldt
Den Namen "Arche Noah" trägt die Örtlichkeit übrigens nicht erst, seit hier die Naturschutzstation betrieben wird. Schon vor Jahrzehnten pilgerten die Mendener in den Sommermonaten zu ihrer Badeanstalt gleichen Namens. Sie bestand aus dem zu einem Weiher angestauten Limbergsbach samt Sprungbrett, Liegewiese und Umkleideräumen. Später wurde der Naturteich durch ein betoniertes Becken ersetzt, aber der Betrieb des Freibads mit dem bescheidenen Standard wurde bald unwirtschaftlich. Nach dem Jahr 2000 stellte man die alten Ufer wieder her und widmete die Gebäude um. In den ehemaligen Umkleideräumen entstanden ein Unterrichtsraum, ein Waldlabor und eine Werkstatt. Im Außengelände liegen der Teich, ein natürlicher Bachlauf, eine kleine Unterwasser-Beobachtungsstation, Wäldchen, Hecke, Wiese, Kräutergarten und ein regionaltypisches Backhaus, in dem mit den Kindern Brot gebacken wird.

Stand der Angaben: Stiftungsmagazin 2/2016


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Mit Hilfe der NRW-Stiftung konnte ein neuer Forscherraum zum Element Wasser eingerichtet werden. Weiterhin hat die NRW-Stiftung das Projekt "Schulen ans Gewässer" bezuschusst. Kinder und Jugendliche sollen hierbei Gelegenheit bekommen, Flüsse, Bäche und Teiche in ihrer Region kennenzulernen, die dort lebenden Organismen zu erforschen und den Zustand der Lebensräume zu bewerten. Gemeinsam werden Stationen eines Gewässerlehrpfads erarbeitet und Informationstafeln gestaltet. Bei dem Projekt arbeitet die Arche Noah mit den Schulen und der Stadt Menden zusammen.

Googlemap aufrufenFörderverein Wasser und Naturschutz Arche Noah e.V.
im Naturschutzzentrum Arche Noah
Zur Arche 3
58706 Menden
Telefon: 02373 9170492
Fax: 02373 7571324
E-Mail: post@arche-menden.de
Internet: www.arche-menden.de

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