WALDARBEITER- UND FÖRSTER-LEHRPFAD IN SCHMALLENBERG

HAUPTSACHE WALD

Der fast fünf Kilometer lange Waldweg führt über 17 Stationen.<br />
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Foto: Janine Kohnen-Kamp
Der fast fünf Kilometer lange Waldweg führt über 17 Stationen.

Foto: Janine Kohnen-Kamp
Dass ihr Dorf landesweit eines der schönsten sei, würden vermutlich die meisten Westfalen von ihrem jeweiligen Wohnort behaupten, aber die Latroper haben es amtlich. 2004 wurde Latrop im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" mit "Gold" ausgezeichnet und zwei Jahre später erreichte es auf europäischer Ebene den zweiten Rang. Jetzt haben die Latroper eine weitere Attraktion geschaffen: den einzigen "Waldarbeiter- und Försterpfad" von Nordrhein-Westfalen.

Seit jeher sind die Latroper und ihr Wald untrennbar miteinander verbunden. Generationen von Männern verdienten ihren Lebensunterhalt als Waldarbeiter, Köhler oder Holzfuhrleute. Im 18. Jahrhundert wurden sogar Holzhauer und Kohlenbrenner aus der Nordeifel angesiedelt.

Latrop und der Wald - eine Symbiose

Bei der Ausgestaltung des Lehrpfades ließ sich die Dorfgemeinschaft Latrop von Prof. Stichmann (2.v.re.) beraten.<br />
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Foto: Janine Kohnen-Kamp
Bei der Ausgestaltung des Lehrpfades ließ sich die Dorfgemeinschaft Latrop von Prof. Stichmann (2.v.re.) beraten.

Foto: Janine Kohnen-Kamp
Günter Schmitz, der ehemalige Förster von Latrop, hatte schon lange den Wunsch, Zeugnisse dieser Verbundenheit für die Bewohner und Gäste des Ortes mit seinen 190 Einwohnern zu präsentieren. In den vergangenen Jahrzehnten wandelte sich Latrop nämlich von einer Waldsiedlung aus bescheidenen "Hüsekes" zu einem schmucken Fremdenverkehrsort. So restaurierte die Dorfgemeinschaft die alte Mühle am Ortsrand und richtete im Jahr 2003 darin ein kleines Museum über die Waldarbeit ein: Werkzeuge und Geräte, Fotos und Forstakten bilden eine aufgeschlagene Dorfchronik. Das Museum ist neuerdings auch eine Station des Lehrpfades, der sich entlang der Bäche Lüttmeckesiepen und Grubensiepen durchs Tal schlängelt sowie durch den angrenzenden Wald führt. Er zeigt den Besuchern, wie der Sauerländer den Wald und der Wald den Sauerländer prägte. Ein Schau-Meiler, eine Waldweide und ein historischer Pflanzgarten sind Beispiele für den Blick in die Geschichte. Aber auch der "Zukunftswald" mit seiner Mischung unterschiedlicher Baumarten wird gezeigt, der Wald-Wild-Konflikt oder die Veränderungen im Berufsalltag von Förstern und Waldarbeitern.

Stand der Angaben: Stiftungsmagazin 3/2012


Kommentare

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20.02.2014, solveig kukelies

ich habe schon mehrfach aufgrund meiner wanderleidenschaft (rothaarsteig) das reizende dorf latrop besucht, eben auch zu der zeit -2002- als es golddorf wurde. damals wurde im restaurant \\\"zum grubental\\\" gefeiert und ich hatte dort ein sehr nettes gespräch mit dem damaligen förster. dieses jahr 2014 war ich kurz nach dem jahreswechsel wiederholt dort und habe mir das kleine museum im wunderbar hergerichteten fachwerkhaus angesehen. eine gute bereicherung für diesen malerischen, gemütlichen [...] mehr


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Latrop, ein Stadtteil von Schmallenberg, hat sich vom Waldarbeiterdorf zum Ferienort entwickelt. Die NRW-Stiftung unterstützte die Dorfgemeinschaft Latrop e. V. beim Ausbau eines neu angelegten Waldarbeiter- und Försterpfades, der Arbeitsweisen, -techniken und das Leben der Förster und Waldarbeiter für Besucher aufzeigt.

Googlemap aufrufenDorfgemeinschaft Latrop e. V.
Latrop 3
57392 Schmallenberg
Internet: www.latrop.de
E-Mail: info@latrop.de

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