RINGPROMENADE ZECHE ZOLLVEREIN

EIN RING FÜR DAS WELTERBE

Ein 20 Zentimeter breites Stahlband mit roten LED-Leuchten ist das Markenzeichen der neuen Ringpromenade.<br />
Foto: Frank Vinken / © Stiftung Zollverein
Ein 20 Zentimeter breites Stahlband mit roten LED-Leuchten ist das Markenzeichen der neuen Ringpromenade.
Foto: Frank Vinken / © Stiftung Zollverein
Zeche und Kokerei Zollverein sind Besuchermagneten. Im Kulturhauptstadtjahr "RUHR.2010" lockten sie mit zahlreichen Veranstaltungen weit über zwei Millionen Menschen an, aber auch im Jahr darauf kamen immer noch fast anderthalb Millionen Besucher. Gezählt wurden dabei nur diejenigen, die Eintrittskarten gekauft oder sich zu Events angemeldet hatten. Kaum zu beziffern sind hingegen die Scharen der Neugierigen, die das Gelände ganz einfach bei einem Spaziergang erkunden. Doch an sie hat die Stiftung Zollverein ebenfalls gedacht – nicht zuletzt deshalb, weil sich das ehemalige Werksgelände, zu dem auch Grünflächen zählen, inzwischen zu einer Art "Stadtpark" des Essener Nordens entwickelt und damit wichtige Naherholungsfunktionen übernommen hat.

Ein besonderes Angebot an Fußgänger, Radfahrer, Jogger und Inlineskater ist die von der NRW-Stiftung geförderte neue "Ringpromenade", die das Welterbe seit einem Jahr auf einem dreieinhalb Kilometer langen Rundweg umfasst. Man bewegt sich hier an der Grenze des denkmalgeschützten Bereiches entlang und findet so nicht nur den Weg zur Kokerei und zu Schacht XII, sondern auch zur Schachtanlage 1/2/8 – also zu jenem Punkt, an dem die eindrucksvolle Zechengeschichte vor über 160 Jahren begann.

Nicht nur beeindruckende Industrieanlagen, sondern auch Grünflächen mit seltenen Pflanzen gehören zum Welterbe Zollverein und laden zu abwechlsungsreichen Spaziergängen ein.<br />
Foto: © Stiftung Zollverein
Nicht nur beeindruckende Industrieanlagen, sondern auch Grünflächen mit seltenen Pflanzen gehören zum Welterbe Zollverein und laden zu abwechlsungsreichen Spaziergängen ein.
Foto: © Stiftung Zollverein
Fußgänger und "rollende Passanten" müssen übrigens nicht befürchten, sich bei ihren Erkundungen in die Quere zu kommen. Für Radler steht eine gesonderte Überholspur zur Verfügung: Die Promenade wurde durch ein mit LED-Leuchten ausgestattetes, 20 Zentimeter breites Stahlband geteilt. Das sorgt für einen ungewöhnlichen optischen Effekt und erleichtert in der dunklen Jahreszeit die Orientierung. Wer sich erholen möchte, für den stehen Bänke bereit, aber natürlich gibt es auf dem Gelände auch Gaststätten, die zu Kaffeepausen oder herzhaften Mahlzeiten einladen. Nicht verwechseln darf man die Ringpromenade übrigens mit dem sogenannten "Denkmalpfad" der Zeche Zollverein. Hinter diesem Begriff verbergen sich geführte Wanderungen durch die ehemalige Industrieanlage.

Für das Erlebnis Ringpromenade hingegen braucht man weder Anmeldung noch Eintrittskarte. Hier ist rund um die Uhr geöffnet.

Stand der Angaben: Stiftungsmagazin 3/2012


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Für Mitglieder des Fördervereins ist der Eintritt ermäßigt.

Bei vielen Projekten erhalten die Mitglieder des Fördervereins vergünstigten Eintritt. [mehr]
Die NRW-Stiftung hat den Bau der Ende 2011 eröffneten, rund drei Kilometer langen Ringpromenade im ZOLLVEREIN® Park maßgeblich gefördert. Der Weg umschließt den Kern des Welterbes und bietet ungewohnte und außergewöhnliche Blicke auf das ehemalige Industrieareal. Über den neuen Weg sind Gebäude wie das Ruhr Museum, die Kokerei und der Skulpturenwald besser erreichbar.

Googlemap aufrufenDenkmalpfad Zollverein
Gelsenkirchener Straße 181
45309 Essen
Telefon: 02 01 / 24 68 10
www.zollverein.de

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