JÜDISCHES MUSEUM WESTFALEN IN DORSTEN

EIN HAUS ZUM SEHEN, STAUNEN UND LERNEN

Die Besucher empfängt der hebräische Friedensgruß "Shalom"
Die Besucher empfängt der hebräische Friedensgruß "Shalom"
Das Jüdische Museum Westfalen ist mehr als eine Sammlung von Ausstellungsstücken und Informationen: Die Bibliothek, die Kurs- und Seminarangebote erweitern das Museum zu einem Studienzentrum, das zur Beschäftigung mit der jüdischen Kultur einlädt. In der Dauerausstellung erhält der Besucher einen Einblick in die Geschichte der Juden in Westfalen, die mit dem Holocaust im Dritten Reich ihr Ende fand. Einzelschicksale werden vorgestellt und der historische Zusammenhang aufgezeigt.

Persönliche Schicksale sind ein Bestandteil der Ausstellung.
Persönliche Schicksale sind ein Bestandteil der Ausstellung.
Der Schwerpunkt des Museums liegt auf der anschaulichen Präsentation jüdischer Traditionen. Der Gang durch die Ausstellungsräume orientiert sich am religiösen Festkreis. Hier erfährt der Besucher, welche Feiern den jüdischen Jahreskreis gliedern und welche Zeremonien neue Lebensabschnitte eines jüdischen Gläubigen einläuten. Bücher, liturgische Gegenstände und andere Kostbarkeiten erwarb der Trägerverein des Museums bei jüdischen Händlern unter anderem in London, Wien und Israel. Beim Auktionshaus Sotheby's in New York ersteigerten Vereinsmitglieder einen wertvollen Becher, der eine lange Reise hinter sich hatte - er gehörte ursprünglich dem Münsteraner Rabbiner Abraham Sutro.

Bis nach New York wurde der Weg der Ausstellungsstücke zurückverfolgt.
Bis nach New York wurde der Weg der Ausstellungsstücke zurückverfolgt.
Einige Ausstellungsstücke fanden sich buchstäblich vor der Haustür: Auf dem Dachboden eines Hauses in Bottrop kam nach über vierzig Jahren ein Weidenkorb voller Bücher zutage. Eine jüdische Familie musste ihn bei ihrer Deportation zurücklassen. Nach einem Rundgang durch das Museum können Besucher ihr Wissen in der Bibliothek vertiefen, die über rund 3000 Fachbücher und Zeitschriften verfügt. Den antiquarischen Bestand mit Schriften aus den vergangenen zwei Jahrhunderten nutzen vor allem Wissenschaftler und Studenten. Die Museumsmitarbeiter bieten ebenfalls spezielle Studientage für Schüler an. Ein solcher Tag beginnt mit einer Führung durchs Museum und setzt sich fort mit Quellenlektüre und Diskussionen.

Das Museum gewährt Einblicke in die jüdische Religion.
Das Museum gewährt Einblicke in die jüdische Religion.
Aber auch Erwachsene kommen ins Lehrhaus am Rande der Dorstener Altstadt. In Seminaren lernen sie jüdische Literatur und Kunst kennen oder besuchen Sprachkurse in Hebräisch. Das Vortragsprogramm gestalten Museumsmitarbeiter und auswärtige Gelehrte. Oft geht es dabei um die Themen der Sonderausstellungen. Drei bis vier solcher Sonderschauen präsentiert das Museum jährlich. In der Vergangenheit waren beispielsweise Arbeiten der Maler Marc Chagall und Salvador Dali zu sehen. Eine andere Schau informierte über die Geschichte des Davidsterns.


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Für Mitglieder des Fördervereins ist der Eintritt ermäßigt.

Bei vielen Projekten erhalten die Mitglieder des Fördervereins vergünstigten Eintritt. [mehr]
Die NRW-Stiftung finanzierte den Erwerb vieler Ausstellungsstücke. Die Trägerschaft des Jüdischen Museums Westfalen übernahm der 1987 gegründete "Verein für jüdische Geschichte und Religion e.V.". Die Mitgliedschaft steht allen Personen und Institutionen offen. Mitgliedsstädte sind beispielsweise Dorsten, Recklinghausen, Gladbeck oder Münster.

Googlemap aufrufenJüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten
Telefon: 0 23 62 / 4 52 79
www.jmw-dorsten.de

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