ROBERT-KOLB-TURM IM EBBEGEBIRGE

WO SICH DIE GESCHICHTE TÜRMT

Robert Kolb (1867-1909) war Vorsitzender der Wegekommission des Sauerländischen Gebirgsvereins.
Robert Kolb (1867-1909) war Vorsitzender der Wegekommission des Sauerländischen Gebirgsvereins.
Schon vor 200 Jahren war die höchste Erhebung des Ebbegebirges ein wichtiger Fixpunkt bei der Landesvermessung. 1890 entstand hier überdies ein "trigonometrisches Mal" mit Messtisch und Orientierungstafel. Das pyramidenförmige Holzgerüst, das auch von Ausflüglern gern erklettert wurde, brach aber im Winter 1904 zusammen. Die Nordhelle brauchte einen stabileren Aussichtsturm. Den bekam sie schließlich 1913 auf Initiative des Sauerländischen Gebirgsvereins.

Wanderwege-Pionier
Nach einjähriger Bauzeit ließ ein neues stattliche 18 Meter hohes Bauwerk seine Besucher an klaren Tagen bis ins Siebengebirge sehen. Es wurde schließlich nach dem 1909 mit nur 42 Jahren verstorbenen Ingenieur Robert Kolb benannt, dem der Aufbau des Wanderwegenetzes im Sauerland maßgeblich zu verdanken ist.

Außer dem Robert-Kolb-Turm erinnert ein rund 190 Kilometer langer Wanderweg an den Ingenieur Robert Kolb.
Außer dem Robert-Kolb-Turm erinnert ein rund 190 Kilometer langer Wanderweg an den Ingenieur Robert Kolb.
Während des Nationalsozialismus zu Militärzwecken missbraucht, überstand der Turm die Kriegsjahre nur als Ruine. Erst mithilfe des NWDR, dem Vorläufer des Westdeutschen Rundfunks, wurde das Gemäuer schließlich wieder zum Leben erweckt. Das Dach des Robert-Kolb-Turms zierte zeitweilig ein Sendemast. Seit den 60er-Jahren befindet sich neben ihm auch eine Gaststätte.

Jeder Euro hilft
Doch inzwischen hat die Zeit deutliche Spuren hinterlassen, so dass der Turm stark sanierungsbedürftig geworden ist. Der Sauerländische Gebirgsverein hat daher zusammen mit der Gemeinde Herscheid, dem Märkischen Kreis und dem Kreis Olpe verschiedene Patenschafts- und Hilfsaktionen gestartet, bei denen auch die NRW-Stiftung ihre Unterstützung zugesagt hat.

Das 18 Meter hohe Bauwerk ist inzwischen stark sanierungsbedürftig und wird voraussichtlich bis Ende 2010 aufwendig umgebaut.
Das 18 Meter hohe Bauwerk ist inzwischen stark sanierungsbedürftig und wird voraussichtlich bis Ende 2010 aufwendig umgebaut.
Ziel ist es, spätestens zu seinem 100-jährigen Bestehen im Jahr 2013 den Aussichtsturm wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Während der aufwendigen Umbauphase, die voraussichtlich bis Ende 2010 dauern wird, ist der Turm für Besucher nicht geöffnet. Jeder, der zu der Sanierung beitragen möchte, ist aufgerufen zu spenden. Einen ersten Grundstock hat die NRW-Stiftung bereits zugesagt. Darüber hinaus hat sie sich eine besondere Art der Förderung ausgedacht: Jeder gespendete Euro wird von ihr verdoppelt und kommt somit auch doppelt der Instandsetzung zugute.

Stand der Angaben: Magazin der NRW-Stiftung 2/2010


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Für die Sanierung des Robert-Kolb-Turms hat die NRW-Stiftung einen ersten Grundstock zugesagt. Darüber hinaus hat sie sich eine besondere Art der Förderung ausgedacht: Jeder gespendete Euro wird von ihr verdoppelt und kommt somit auch doppelt der Instandsetzung zugute.

Googlemap aufrufenRobert-Kolb-Turm - Aussichtsturm
auf der Nordhelle
Nordhelle 1
58849 Herscheid
Telefon: 0 23 57 / 39 06 und 0 29 31 / 52 48 13
www.sgv.de

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