VOM TANZSAAL ZUM FILMTHEATER

GESCHICHTE DER LICHTSPIELHÄUSER

 
 
Viele Städte in NRW haben ihre ganz eigenen "Filmbeiträge" geleistet. Essen ist heute die ungekrönte Hauptstadt der Kultkinos, Köln einer der wichtigsten Drehorte Deutschlands, Oberhausen hat sich durch seine berühmten Kurzfilmtage einen Namen gemacht. Besondere Aufmerksamkeit verdient Düsseldorf: Es galt im frühen 20. Jahrhundert als bedeutendste Lichtspielstadt des rheinisch-westfälischen Raums. Hier gab es nicht nur zahllose Kinos, als "Verleihstadt des Westens" war Düsseldorf auch Sitz vieler einflussreicher Filmfirmen.

Einige Blicke in die Geschichte der Filmographie gewährt das Filmmuseum in Düsseldorf anhand seiner Wechsel- und Dauerausstellungen. Eine andere Möglichkeit bietet neuerdings Sabine Lenk, die ehemalige Leiterin des Düsseldorfer Filmmuseums, in ihrem Buch "Vom Tanzsaal zum Filmtheater". Die Autorin hat sich auf Spurensuche begeben, die Geschichte der Düsseldorfer Lichtspielhäuser erforscht und ihre Bedeutung für Nordrhein-Westfalen herausgearbeitet. So schildert das Buch die Entwicklungshintergründe von 100 Kinotheatern von dem Moment ihrer Entstehung bis zur Gegenwart. Den spannenden Streifzug begleiten die Aufnahmen des belgischen Fotografen Jean-Paul Deridder, der 2002 und 2003 Stipendiat des nordrhein-westfälischen Kulturministeriums war. Die Bilder erinnern an Düsseldorfer Spielstätten wie sie waren und zeigen, was von den Filmtheatern heute noch zu sehen ist.

 
 
Mit ihrem Werk engagiert sich Sabine Lenk dafür, dass die legendären Kinopaläste "lebendig" bleiben. Denn Kinos gehören zu den markantesten Orten einer Stadt: Sie bieten (Film-)Kultur, sind soziale Treffpunkte, gelten bisweilen als Meisterwerke bekannter Architekten und helfen wegen ihrer auffallenden Fassade oft bei der Orientierung in der urbanen Landschaft. Ihr Verschwinden lässt eine Stadt in vielerlei Hinsicht verarmen.

In der Landeshauptstadt Düsseldorf ist überdies die Filmstiftung NRW ansässig, eine Kooperation zwischen Land, WDR, ZDF, RTL und Landesmedienanstalt. Die Filmstiftung veranstaltet unter anderem die alljährlich an verschiedenen Orten stattfindenden "FilmSchauPlätze" – eine Open-Air-Kinoreihe, die unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten steht.

Stand der Angaben: Magazin der NRW-Stiftung 1/2010


Kommentare

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04.05.2014, solveig kukelies

... vom tatort zu den vampiren ........ ein besuch des filmmuseums ist immer wieder ein erlebnis!!!!!!
ich freu mich schon auf die nächste ausstellung!


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Die NRW-Stiftung hat das Filmforum – Freundeskreis des Filmmuseums Düsseldorf e. V. – bei der Herausgabe des Buches unterstützt.

Filmmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf
Schulstraße 4
40213 Düsseldorf

Telefon Kasse: 0211 899-2232
(täglich, außer montags ab 11 Uhr)
Fax: 0211 899-3768
filmmuseum@duesseldorf.de
www.duesseldorf.de/kultur/filmmuseum

Sabine Lenk
"Vom Tanzsaal zum Filmtheater:
Eine Kinogeschichte Düsseldorfs"
Droste-Verlag, 2009
364 Seiten, gebunden
24,95 Euro
ISBN 978-3-7700-1396-8

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