BURG ALTENA AN DER LENNE

DER BURG DEN HOF GEMACHT

In den Gemäuern der Burg gründete Richard Schirrmann 1912 die erste Jugendherberge der Welt.
In den Gemäuern der Burg gründete Richard Schirrmann 1912 die erste Jugendherberge der Welt.
Tonnenweise brachen im Mai 2006 Natursteine aus den Umfassungsmauern der Burg Altena heraus. Schadhafte Mauerkronen, schädlicher Efeubewuchs, vor allem aber eine nicht mehr funktionierende Entwässerung der Burghöfe hatten die Ausspülung und Auswaschung der Mauerfugen und des Mörtels durch Regenwasser bewirkt. Keine Frage: Die Burg brauchte dringend Hilfe, um die Schäden reparieren zu können und auch, um dadurch weitere Schäden zu vermeiden. Die hat die altehrwürdige Burg nun erhalten, wobei das Zusammenspiel privater und öffentlicher Förderer von den Veranstaltern der Spendenaktion "Machen Sie der Burg den Hof" jetzt als beispielhaft herausgestellt wurde.

Gemeinsam stellten Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper, der frühere Bundeslandwirtschaftsminister und Präsident der NRW-Stiftung, Jochen Borchert, Hans Ludwig Knau von den Freunden der Burg Altena und Michael Rolland als Vorsitzender der Märkischen Kulturstiftung jetzt den Abschluss der Spendenaktion und die restaurierten Innenhöfe von Burg Altena vor.

 
 
Erster und wichtigster Baustein der dringend erforderlichen Sanierungsarbeiten, die insgesamt mehr als 3 Mio. Euro kosteten, war der Einbau einer Drainage zur Entwässerung der Burghöfe und die damit einhergehende Neupflasterung des mittlerweile maroden Grauwacken-Großpflasters im Oberen und Unteren Burghof. Allein diese Maßnahme kostete insgesamt rund 450.000 Euro. Sie stand im Mittelpunkt der Aktion "Machen Sie der Burg den Hof!", die von Sommer 2007 bis Ende 2008 stattfand und zahlreiche Spenden aus der Bevölkerung, von Vereinen und Unternehmen der Region brachte. Rund 150.000 Euro waren es im Ergebnis, die von der Nordrhein-Westfalen-Stiftung als Partner der Spendenaktion jetzt auf 300.000 Euro verdoppelt werden.

Mehr als 80.000 Gäste lockt die Burganlage jährlich nach Altena. Von der Bundesregierung wurde sie geehrt und zu einem "Denkmal von nationaler Bedeutung" erklärt.
Mehr als 80.000 Gäste lockt die Burganlage jährlich nach Altena. Von der Bundesregierung wurde sie geehrt und zu einem "Denkmal von nationaler Bedeutung" erklärt.
Stiftungspräsident Borchert nannte das Ergebnis höchst erfreulich und betonte, dass die NRW-Stiftung dieses erfolgreiche Spendenmodell, bei dem die Stiftung jede Spende bis zu einem bestimmten Betrag verdoppele, inzwischen verstärkt auch bei anderen Förderungen anwende. Weitere 150.000 Euro trägt als Eigentümer der geschichtsträchtigen Burg der Märkische Kreis bei, für den die Kreisdirektorin in Vertretung des Landrats kam.

Auch überregionale Burgenfreunde wurden erreicht
Den Erfolg der Spendenaktion erklärten die Veranstalter auch mit einer guten Arbeitsteilung: Die Märkische Kulturstiftung Burg Altena nutzte ihr professionelles Marketing, mit dem sie Interessenten nicht nur im Märkischen Sauerland, sondern in ganz Deutschland erreichte. Den Freunden der Burg Altena kam für die Aktion ihr über viele Jahrzehnte lang geknüpftes Netzwerk der sozialen Kontakte zu Burg- und Kulturfreunden in der Region zugute, mit deren Hilfe das Vorhaben etwa durch Mund-Propaganda an vielen Stellen entscheidend gefördert wurde. Sowohl für die Freunde der Burg Altena als auch für die Märkische Kulturstiftung Burg Altena geriet diese Aktion zu einem der größten Erfolge in ihrer Geschichte.

Spender wurden für ihren Beitrag von mindestens 500 Euro zu einem sogenannten "Höfling" ernannt.
Spender wurden für ihren Beitrag von mindestens 500 Euro zu einem sogenannten "Höfling" ernannt.
Eine Tafel nennt 63 großzügige Höflinge
Für viele Spender gab es offenbar einen besonderen Grund, einen Betrag von mindestens 500 Euro zu geben: Sie wurden dadurch zu einem sogenannten "Höfling" ernannt. Allen "Höflingen" wurde garantiert, auf einer auf dem Burghof anzubringenden Tafel verewigt zu werden. Dieser Anreiz war offenbar sehr groß: Rund 109.000 Euro der insgesamt 150.000 Euro betragenden Spendensumme wurde von insgesamt 63 zu "Höflingen" ernannten Großspendern zusammengetragen. Sie sind nun alle dauerhaft auf einem "Höflingsplan" erwähnt, der an prominenter Stelle in der Burg angebracht ist und gestern von den Veranstaltern der Spendenaktion enthüllt wurde.

Mittlerweile konnte die gesamte Sanierung der Burg Altena abgeschlossen werden. Zum Abschluss der Aktion "Machen Sie der Burg den Hof!" zeigten sich NRW-Stiftung, die Freunde der Burg Altena, die Märkische Kulturstiftung Burg Altena und der Märkische Kreis sehr zufrieden damit, dass sie bei diesem Erfolg so viele private Spender und Gönner einbinden konnten.

Stand der Angaben: November 2009


Kommentare

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03.03.2017, Solveig Kukelies

Die Auffahrt zur Burg Altena mit dem Erlebnisaufzug ist sehr humorvoll! Die älteste Jugendherberge sollte man unbedingt gesehen haben. In düsteren großen Räumen mit breiten Doppelstockbetten ging es zur damaligen Zeit mit Sicherheit sehr sehr diszipliniert zu - das kann man an der Hausordnung und sonstigen Schriften zur Kenntnis nehmen. Im ebenso düsteren Speisesaal wurde ich unwillkürlich an \"Harry Potter\" erinnert, aber alles sehr sehenswert - auch der Museumsrundgang.
03.03.2017, Solveig Kukelies

Die Auffahrt zur Burg Altena mit dem Erlebnisaufzug ist sehr humorvoll! Die älteste Jugendherberge sollte man unbedingt gesehen haben. In düsteren großen Räumen mit breiten Doppelstockbetten ging es zur damaligen Zeit mit Sicherheit sehr sehr diszipliniert zu - das kann man an der Hausordnung und sonstigen Schriften zur Kenntnis nehmen. Im ebenso düsteren Speisesaal wurde ich unwillkürlich an \"Harry Potter\" erinnert, aber alles sehr sehenswert - auch der Museumsrundgang.


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Mit der Spendenaktion "Machen Sie der Burg den Hof", die von Sommer 2007 bis Ende 2008 stattfand, konnten die Märkische Kulturstiftung Burg Altena und die Freunde der Burg Altena insgesamt rund 150.000 Euro an Spenden aus der Bevölkerung, von Vereinen und Unternehmen der Region einwerben. Die NRW-Stiftung als Partner der Spendenaktion hat jede Spende verdoppelt, sodass im Ergebnis 300.000 Euro für die dringend erforderlichen Sanierungsarbeiten an der Burg zusammen gekommen sind.

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Telefon: 0 23 52 / 9 66-70 34 oder -70 33
www.burg-altena.de

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