STADTTHEATER FILOU

NEUES LEBEN IM ALTEN THEATER

Sie engagieren sich seit Jahren für die Kulturinitiative Filou: Ludger Bals, Hilde Broschk, Herbert Essmeier, Christopher Zumbült und Günter Heinemann.
Sie engagieren sich seit Jahren für die Kulturinitiative Filou: Ludger Bals, Hilde Broschk, Herbert Essmeier, Christopher Zumbült und Günter Heinemann.
Die Erfolgsgeschichte des Beckumer Stadttheaters beginnt im Jahr 1983: Damals suchte eine Gruppe von Schülern nach einem passenden Spielort für ihre Aufführung. Das zwar leer stehende und verkommene Gebäude, das jedoch den viel versprechenden Namen "Stadttheater" trug, kam da gerade recht. Die mehr als 20 Jugendlichen gründeten die Kulturinitiative Filou e.V. und brachten das denkmalgeschützte Gebäude mit großem Einsatz und Ideenreichtum wochenlang in ihrer Freizeit mit einem Startkapital von 200 DM Taschengeld auf Vordermann.

Mit viel Engagement wurde das Foyer renoviert.
Mit viel Engagement wurde das Foyer renoviert.
Ursprünglich war das Stadttheater jedoch keine Spielstätte, sondern wurde 1900 als Saalbau der Brennerei Ferdinand Fröhlich errichtet. Bis zu seiner Wiedererweckung als Stadttheater wurde das Gebäude äußerst unterschiedlich genutzt: Als Versammlungsstätte, Schützenhalle, Behelfskirche und Lager für Getreide und militärisches Material. Im Jahr 1949 wurde darin schließlich ein Lichtspieltheater geschaffen. Gestaltet im Art-Deco-Stil ließ es seinen gesellschaftlichen Anspruch als zentrale Kultureinrichtung erkennen. Ab 1955 setzte leider der Verfall ein.
Es ist bemerkenswert, mit welchen Engagement und Erfolg sich der Verein – auch über manche Probleme und Widerstände hinweg - des architektonischen Schmuckstücks der Stadt angenommen und das "Stadttheater" in den vergangenen 25 Jahren für Beckum erhalten und zum kulturellen Zentrum ausgebaut hat. Es ist heute die zentrale und einzige Theater-, Literatur- und Musikspielstätte der Stadt.

Auch auf Details wurde bei der Renovierung viel Wert gelegt, wie bei dieser Lampe.
Auch auf Details wurde bei der Renovierung viel Wert gelegt, wie bei dieser Lampe.
Seit der Premiere von Dietlof Reiches "Der Bleisiegelfälscher" im Jahr 1983 vor ausverkauftem Haus blickt die Initiative Filou auf unzählige Eigenproduktionen und Gastspielveranstaltungen zurück. Mehr als 600 Aktive nutzen regelmäßig die Angebote des Vereins, rund 15.000 Zuschauer erleben jährlich die etwa 100 Aufführungen. Der Verein bietet eine innovative Mischung aus freier Theaterarbeit und einem breit gefächerten Kursangebot. Für ihre Arbeit wurden die "Filous" sogar für den landesweiten Ehrenamtspreis nominiert und erhielten vom Ministerpräsidenten persönlich ein großes Lob für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement.

Im Jahr 1949 wurde ein Lichtspieltheater im Art-Deco-Stil geschaffen.
Im Jahr 1949 wurde ein Lichtspieltheater im Art-Deco-Stil geschaffen.
Zusätzlich zum "Großen Saal", der über 330 Plätze verfügt, soll nun auch die "Kleine Bühne" bespielt werden, die rund 85 Besuchern Platz bietet. Der ehemalige Zuschauerbalkon wird zurzeit mit Unterstützung der NRW-Stiftung renoviert und multi-funktional umgestaltet. Neben Theater- und Kinovorstellungen sollen zukünftig auch Lesungen, Kammerkonzerte oder Ausstellungen stattfinden. Darüber hinaus erhält das Haus eine neue Heizungs- und Belüftungsanlage.

Stand der Angaben: Mai 2009


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Die NRW-Stiftung hat die Kulturinitiative Filou e.V. beim Umbau des Zuschauerbalkons und bei der Erneuerung der Heizungs- und Belüftungstechnik unterstützt.

Googlemap aufrufenKulturinitiative Filou e.V.
Lippweg 4
59269 Beckum

Telefon: 02521 15477
Fax: 02521 10105
post@filou-beckum.de
www.filou-beckum.de

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