SCHLOSS HORST IN GELSENKIRCHEN

BAUSTELLE IM MASSSTAB 1:40

Mehr über das Schloss und die wechselvolle Geschichte vom Rittersitz bis zum Kulturzentrum sollen die Besucher über das Modell der Baustelle Schloss Horst erfahren.
Mehr über das Schloss und die wechselvolle Geschichte vom Rittersitz bis zum Kulturzentrum sollen die Besucher über das Modell der Baustelle Schloss Horst erfahren.
In den 22 Jahren seines Bestehens haben die rund 400 Mitglieder des Fördervereins Schloss Horst schon viel geschafft. Gemeinsam mit der Stadt haben sie den ältesten Renaissancebau Westfalens vor dem endgültigen Verfall gerettet. Seit acht Jahren ist das fein restaurierte Kleinod ein beliebtes Bürger- und Kulturzentrum im Herzen des Ruhrgebiets. Überall blieben Spuren der Geschichte erhalten, harmonisch integriert in neue Bausubstanz. Demnächst kommt ein neuer Teil dazu: Die Baustelle des Schlosses, das vor fast 450 Jahren errichtet wurde, kommt als Modell ins Museum.

Der Förderverein des Schlosses hat in eigener Verantwortung ein Modell in Auftrag gegeben, das die Baustelle des Schlosses von 1565 rekonstruiert. "Wir möchten den Besuchern damit auch das Alltags- und Arbeitsleben im 16. Jahrhundert anschaulich nahebringen", sagt Heribert Steeger, der Vorsitzende des Fördervereins. Mit viel Liebe zum Detail wird das Modell auf einer fast zehn Quadratmeter großen Fläche im Maßstab 1 : 40 gestaltet – für das Modell reichen Holz, Gips und ein bisschen Kunststoff. Die fertige Mörtelgrube vermittelt schon jetzt einen ersten Eindruck von der künftigen Optik. Einige Gipsfassaden des Schlosses sind ebenfalls fertig.

150 Figuren werden das Modell der Schlossbaustelle von 1665 mit Leben füllen.
150 Figuren werden das Modell der Schlossbaustelle von 1665 mit Leben füllen.
Ende 2007, so ist sich Elmar Alshut sicher, wird das Modell fertig sein. Der Leiter des Kultur- und Bürgerzentrums ist zuversichtlich, dass damit auch eine neue Besucherattraktion geschaffen wird. Realisiert wird die Modellbaustelle von der auf historische Modellbauten spezialisierten ARW Modellbau GmbH aus Aldenhoven. Akribisch genau, so sagt deren Geschäftsführer Thomas Weber, müssen dabei neuere Erkenntnisse aus Bau- und Bodenforschung, die Ergebnisse aus jahrelangen archäologischen Grabungen, Zeichnungen und überlieferten Bauakten studiert und umgesetzt werden. Dem Besucher soll später keine Fantasiewelt präsentiert werden, sondern das detailgetreue Abbild der historischen Baustelle. Kein fertiges Schloss also, sondern ein Bild der Schlossbaustelle um 1665, mit vielen Gewerken und 150 agierenden Figuren. Mit dabei sind natürlich auch die damaligen Auftraggeber Rütger von der Horst und seine Gemahlin Anna von Palandt – nach ihnen sind das Schloss und inzwischen ein gesamter Stadtteil Gelsenkirchens benannt.


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Für Mitglieder des Fördervereins ist der Eintritt frei.

Bei vielen Projekten erhalten die Mitglieder des Fördervereins vergünstigten Eintritt. [mehr]
Die NRW-Stiftung unterstützt die Herstellung des Modells "Baustelle Schloss Horst von 1565". Willkommen sind weitere Förderer, die eine Patenschaft für Teile des Modells oder eine Figur übernehmen können. Sie werden auf einer Informationstafel genannt.

Googlemap aufrufenMuseum Schloss Horst
Turfstraße 21
45899 Gelsenkirchen
Telefon: 02 09 / 1 69 61 63
www.schloss-horst.de

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