HAUS HOHENBUSCH BEI ERKELENZ

DAS ERBE DER KREUZHERREN

Das Herrenhaus ist das Herzstück der Anlage mit seinen vielen Fenstern an der Vorderfront.
Das Herrenhaus ist das Herzstück der Anlage mit seinen vielen Fenstern an der Vorderfront.
Der 8. August 1802 war ein bitterer Tag für die Mönche des Kreuzherren-Klosters Hohenbusch. Genau 500 Jahre hatten sie und ihre Ordensbrüder hier dem Herrn gedient und mit ihrem enormen Grundbesitz von 1.251 Morgen Land und der bedeutenden Bibliothek das Leben in der Region entscheidend mitbestimmt. Und von einem auf den anderen Tag war dieses Werk vieler Generationen nur noch Staub. Die Franzosen unter Napoleon kamen und mit ihnen die Säkularisation. Die Mönche wurden fortgejagt, die Kirche und die Seitenflügel des Komplexes eingerissen. Aber die Franzosen blieben nicht ewig und so erstrahlt Hohenbusch gut 200 Jahre später wieder in neuem Glanz.

Seit dem Sommer 2006 ist das Klostercafé in der ehemaligen Scheune ein weiterer Anziehungspunkt für Gäste und Besucher.
Seit dem Sommer 2006 ist das Klostercafé in der ehemaligen Scheune ein weiterer Anziehungspunkt für Gäste und Besucher.
Kirchlich wird das ehemalige Kloster allerdings nicht mehr genutzt, dafür finden allerlei weltliche Ereignisse in den alten Gebäuden und dem großen Park statt. Durch Kulturtage, Reitturniere, Bauernmarkt oder die jährliche Sommer-Kunstakademie ist Haus Hohenbusch, das lange als landwirtschaftliches Gut betrieben wurde, wieder ein Begriff in der Region.

Die "Rettung" kam, als die Stadt Erkelenz 1983 Haus Hohenbusch mit 276 Morgen Land für 7,4 Millionen Mark kaufte und mit der ebenso sorgfältigen wie aufwändigen Restaurierung der Anlage begann. Erkelenz war dem Kloster ohnehin noch einiges schuldig, denn die Kreuzherren, die im Gegensatz zu den Kreuzrittern Gewalt ablehnten, waren seinerzeit so reich, dass sie die umliegenden Städte mit Krediten versorgen konnten. Und Erkelenz zahlte 1794 noch jährlich 321 Reichstaler allein an Zinsen an das Kloster. Mittlerweile wird die Wiederherstellung der Anlage vor allem von dem 2000 gegründeten Förderverein vorangetrieben.

In den repräsentativen Innenräumen des Herrenhauses befindet sich unter anderem ein prachtvoller Kamin in Stuckmarmor.
In den repräsentativen Innenräumen des Herrenhauses befindet sich unter anderem ein prachtvoller Kamin in Stuckmarmor.
Herzstück der Anlage ist das Herrenhaus mit seinen vielen Fenstern an der Vorderfront, dessen repräsentative Innenräume, in denen sich unter anderem ein prachtvoller Kamin in Stuckmarmor befindet, mit Mitteln der NRW-Stiftung restauriert wurden. Die Zehntscheune wird von einem Reitverein als Stall genutzt und beherbergt eine kleine Gastronomie. Die ursprünglich 1634 errichtete Klosterkirche wurde nicht wieder aufgebaut. Die Ausstattung wie Chorgestühl, Orgel und Glocke ist zwar noch erhalten, wurde aber 1802 in Kirchen in der ganzen Region verteilt, ebenso die Kunstschätze des Klosters, die noch weiter verstreut sind. Lediglich der Grundriss der Kirche wurde wieder sichtbar gemacht, dazu wurde ein Kreuz aufgestellt.


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Der Eintritt ist generell frei.

Bei vielen Projekten erhalten die Mitglieder des Fördervereins vergünstigten Eintritt. [mehr]
Nach und nach wurden die Bausubstanz und die Innenräume des ehemaligen Kreuzherrenklosters Hohenbusch aufwändig saniert und restauriert. Von der NRW-Stiftung wurden dabei die Holz- und Stuckarbeiten an den historischen Treppen, Türen sowie an Parkett, Decke und Kamin der repräsentativen Innenräume im Erdgeschoss des Herrenhauses unterstützt.

Kreuzherrn Kloster Hohenbusch
Haus Hohenbusch
41812 Erkelenz-Hetzerat
Telefon: 0 24 31 / 55 36
www.erkelenz.de

A46 Ausfahrt Erkelenz-Süd, dann Richtung Hetzerath, Haus Hohenbusch ist ausgeschildert.

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