BESUCHERBERGWERK "GRUBE WOHLFAHRT" BEI RESCHEID

EIN BERGWERK ZUM ANFASSEN

 
 
Rund 18.000 Besucher "fahren" jährlich in die Grube Wohlfahrt bei Hellenthal-Rescheid in der Eifel ein - Tendenz steigend. Das ehemalige Bergwerk, in dem vom 16. Jahrhundert bis 1940 - mit Unterbrechung - Bleierz abgebaut wurde, ist seit 1993 für Abenteuerlustige geöffnet. Die Idee für das Besucherbergwerk wurde gleichzeitig mit dem Heimatverein Rescheid aus der Taufe gehoben, dessen Mitglieder kräftig mit anpackten, um gut 800 Meter des 2.400 Meter langen "Tiefen Stollens" zu beleuchten und bequem begehbar zu machen. Der eisig kalte Tunnel verbindet die beiden Gruben Wohlfahrt und Schwalenbach und lässt die Gäste Einblick nehmen in die Berufswelt der früheren Bergleute.

 
 
Ehrenamtliche Führer und Führerinnen zeigen den mit Helmen geschützten Besuchern den Weg durch den zum Teil recht niedrigen Stollen und erklären die Geschichte der Grube, der 1999 auch ein Museum angeschlossen wurde. Die unter Tage gewonnenen Kenntnisse über Bergbau und Erdgeschichte werden dort vertieft und ergänzt. Mittlerweile finden im "Grubenhaus" regelmäßig Vorträge zu heimatkundlichen Themen statt, und ein vom Heimatverein angelegter geologisch- montanhistorischer Wanderweg führt die Gäste "über Tage" durch das Gemeindegebiet Hellenthal. Ein persönlicher Wegweiser ist nicht notwendig - ein vom Verein herausgegebener Wanderführer erklärt den Marschierenden Stock und Stein.
PLATTFORM FÜR DEN BESSEREN BLICK

"Glück auf" in Windeck: Die Grube Silberhardt erschließt Strecken aus dem 15., 18. und 20. Jahrhundert und bericht von der mühevollen Arbeit der Bergleute, die einst Silbererz abbauten. (Foto: Lars Langemeier)
"Glück auf" in Windeck: Die Grube Silberhardt erschließt Strecken aus dem 15., 18. und 20. Jahrhundert und bericht von der mühevollen Arbeit der Bergleute, die einst Silbererz abbauten. (Foto: Lars Langemeier)
Das Besucherbergwerk Grube Silberhardt in Windeck ist um eine Attraktion reicher: Von einer neuen Besucherplattform aus können Besucher neuerdings einen Blick auf einen alten Schacht werfen, der etwa 160 Meter tief im Berg liegt.

Den Schacht entdeckten die ehrenamtlichen Bergleute schon vor Jahren. Aus Sicherheitsgründen endeten bislang an dieser Stelle jedoch die Führungen, an
160 Meter tief können Besucher der Grube Silberhardt von der neuen Plattform in den Schacht blicken. (Foto: Förderverein Grube Silberhardt)
160 Meter tief können Besucher der Grube Silberhardt von der neuen Plattform in den Schacht blicken. (Foto: Förderverein Grube Silberhardt)
denen jedes Jahr rund 4.000 Besucher teilnehmen, um einen Einblick in die Bergbaugeschichte der Region zu erleben. In großer Eigenleistung und mit Unterstützung der NRW-Stiftung haben Bergbauprofis und Ehrenamtliche aus Windeck die Plattform errichtet. Rund drei Monate dauerte es, den Schacht zu sichern, auszuleuchten und die neue Brücke zu errichten, von der aus man nun einen imposanten Raumeindruck der Felsenhalle erhält. Der Erzbergbau stellte jahrhundertelang die Lebensgrundlage für weite Teile der Bevölkerung im Bergischen Land dar. Infolge des Strukturwandels zu Beginn des 20. Jahrhunderts verschwand der ehemals so wichtige Industriezweig fast vollständig und mit ihm auch eine jahrhundertealte Bergbautradition. 1997 wurde damit begonnen, die Grube Silberhardt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Rund um die Grube verläuft auch ein knapp zwei Kilometer langer Bergbauwanderweg mit insgesamt 14 Stationen, an denen der Besucher Wissenswertes zur Bergbaugeschichte des Windecker Ländchens erfährt.


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Für Mitglieder des Fördervereins ist der Eintritt frei.

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Spurensuche im Siegerland und im Südsauerland

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Mit Hilfe der NRW-Stiftung gelang es dem Heimatverein Rescheid, die Spuren ihrer Bergbaugeschichte im Erdinnern sichtbar werden zu lassen. Der Neunkirchener Wodanstollen und die Grube Silberhardt in Windeck-Öttershagen sind weitere stillgelegte Bergwerke, bei deren Neueröffnung für Neugierige die NRW-Stiftung mitwirkte.

Googlemap aufrufenBesucherbergwerk "Grube Wohlfahrt"
Aufbereitung II Nr. 1
53940 Hellenthal-Rescheid
Telefon: 02448 / 911140 (vormittags)
www.GrubeWohlfahrt.de

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