MARTFELDER GRABKAPELLE IN SCHWELM
AUS DEM DORNRÖSCHENSCHLAF ERWECKT
Seit den 50er Jahren war die knapp 150 Jahre alte Martfelder Grabkapelle zunächst dem Verfall preisgegeben und später mit zahlreichen Bausünden verschandelt. Ein trauriger Anblick – nicht zuletzt, weil der Bauherr der neugotischen Kapelle kein geringerer als der Diözesanbaumeister Vincenz Statz war, einer der bedeutendsten Neugotiker im Rheinland. Dank des Engagements zweier Heimatvereine konnte das Bauwerk jedoch gründlich und vor allem denkmalgerecht saniert werden und erstrahlt wieder in neuem Glanz.
"Es muss etwas geschehen", darin waren sich der Schwelmer Verschönerungsverein, der Verein für Heimatkunde und die Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz einig. Wegen der Finanznöte der Stadt war das kleine, schlichte und unter Denkmalschutz stehende Gebäude fast völlig in Vergessenheit geraten und bot ein trostloses Bild. Die drei Heimatvereine setzten sich schließlich dafür ein, dass die 1860 im Auftrag von Freifrau Friederike von Elverfeldt erbaute Grabkapelle an Haus Martfeld in den Besitz des Verschönerungsvereins Schwelm überging. In Form einer Privatinitiative nahmen sie die Restaurierung der Kapelle in Angriff.

In einem Kohlenkeller wurde das Gemälde "Lots Flucht aus Sodom" des Barockmalers Damelet entdeckt, das in der Kapelle dauerhaft ausgestellt ist. Das Ziel der Arbeiten war klar: Die Kapelle sollte keine restaurierte Ruine werden, sondern ein mit Leben erfülltes Denkmal. Als Veranstaltungsraum für Lesungen, Konzerte und kleine Ausstellungen sollte sie künftig Verwendung finden. Ein Restaurator aus Münster begutachtete das arg im Mitleidenschaft gezogene Gemäuer und unterbreitete eine ganze Reihe von Vorschlägen zu seiner Rettung.
Zwei Jahre lang dauerten die Restaurierungsarbeiten: eine Zwischendecke wurde entfernt und die ältesten Putzschichten freigelegt. In den neuen Boden kam eine Heizung, und Stromleitungen wurden verlegt. Die Wiederherstellung der ursprünglichen Farbgebung war eines der Hauptanliegen der Initiative. Viel künstlerisches Geschick erforderte auch die Restaurierung von Teilen der Kreuzrippen und der Schluss- und Kämpfersteine des Gewölbes. Die äußeren Wände wurden neu gefugt und gereinigt. Eine neue Tür und neue Fenster wurden ebenfalls eingesetzt. Ein malerisches Bild bietet sich Besuchern der Martfeld-Anlagen dank einer weiteren Einrichtung in den Abendstunden: Dann wird die Kapelle durch Strahler erleuchtet.
Aber nicht nur architektonisch ist die Kapelle sehenswert, sondern auch vom kulturellen und geologischen Standpunkt her. Im Inneren ist das legendäre Gemälde "Lots Flucht aus Sodom" des Münsteraner Barockmalers Johann Henrich Damelet ausgestellt, das einst unter einem Haufen Kohle in einem Schwelmer Keller entdeckt wurde. Der hintere Teil der Kapelle beherbergt eine Dauerausstellung von Fossilien, die in Schwelm gefunden wurden. Die Stücke stammen aus dem mitteldevonischen Massenkalk (Schwelmer Kalk) und wurden Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Schwelmer Lehrer Ernst Zimmermann größtenteils auf Abraumhalden des ehemaligen Schwelmer Erzbergbaus, den "Roten Bergen", gesammelt.
"Es muss etwas geschehen", darin waren sich der Schwelmer Verschönerungsverein, der Verein für Heimatkunde und die Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz einig. Wegen der Finanznöte der Stadt war das kleine, schlichte und unter Denkmalschutz stehende Gebäude fast völlig in Vergessenheit geraten und bot ein trostloses Bild. Die drei Heimatvereine setzten sich schließlich dafür ein, dass die 1860 im Auftrag von Freifrau Friederike von Elverfeldt erbaute Grabkapelle an Haus Martfeld in den Besitz des Verschönerungsvereins Schwelm überging. In Form einer Privatinitiative nahmen sie die Restaurierung der Kapelle in Angriff.

In einem Kohlenkeller wurde das Gemälde "Lots Flucht aus Sodom" des Barockmalers Damelet entdeckt, das in der Kapelle dauerhaft ausgestellt ist. Zwei Jahre lang dauerten die Restaurierungsarbeiten: eine Zwischendecke wurde entfernt und die ältesten Putzschichten freigelegt. In den neuen Boden kam eine Heizung, und Stromleitungen wurden verlegt. Die Wiederherstellung der ursprünglichen Farbgebung war eines der Hauptanliegen der Initiative. Viel künstlerisches Geschick erforderte auch die Restaurierung von Teilen der Kreuzrippen und der Schluss- und Kämpfersteine des Gewölbes. Die äußeren Wände wurden neu gefugt und gereinigt. Eine neue Tür und neue Fenster wurden ebenfalls eingesetzt. Ein malerisches Bild bietet sich Besuchern der Martfeld-Anlagen dank einer weiteren Einrichtung in den Abendstunden: Dann wird die Kapelle durch Strahler erleuchtet.
Aber nicht nur architektonisch ist die Kapelle sehenswert, sondern auch vom kulturellen und geologischen Standpunkt her. Im Inneren ist das legendäre Gemälde "Lots Flucht aus Sodom" des Münsteraner Barockmalers Johann Henrich Damelet ausgestellt, das einst unter einem Haufen Kohle in einem Schwelmer Keller entdeckt wurde. Der hintere Teil der Kapelle beherbergt eine Dauerausstellung von Fossilien, die in Schwelm gefunden wurden. Die Stücke stammen aus dem mitteldevonischen Massenkalk (Schwelmer Kalk) und wurden Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Schwelmer Lehrer Ernst Zimmermann größtenteils auf Abraumhalden des ehemaligen Schwelmer Erzbergbaus, den "Roten Bergen", gesammelt.






