BIOLOGISCHE STATION ÖSTLICHES RUHRGEBIET

GRÜNES GLÜCKAUF

Mit Aktionen motiviert die Biologische Station östliches Ruhrgebiet die Bürger der Region, sich aktiv um die Natur zu kümmern.
Mit Aktionen motiviert die Biologische Station östliches Ruhrgebiet die Bürger der Region, sich aktiv um die Natur zu kümmern.
Das Leben im Ruhrgebiet blüht mehr denn je. So sehr die Menschen unter dem Verlust von Arbeitsplätzen als Folge der Schließung großer Fabriken oder der Zechen in den letzten Jahrzehnten gelitten haben, die Natur hat davon profitiert und sich viele Flächen zurückerobert. Seltene Vögel nisten in alten Fabrikgebäuden, Schildkröten und Fische bevölkern die Bergsenkungsseen und selbst auf alten Mülldeponien sprießen Blumen und Sträucher. Die Biologische Station östliches Ruhrgebiet erforscht und schützt die Natur, die sich in der Industrieregion ihre Nischen gesucht hat und forciert eine Begrünung der Städte.

Mit gezielter Pflege der Naturflächen werden die besten Voraussetzungen für die heimischen Tierarten geschaffen.
Mit gezielter Pflege der Naturflächen werden die besten Voraussetzungen für die heimischen Tierarten geschaffen.
Die Biologische Station ist ein Gemeinschaftsprojekt von Naturschutz und öffentlicher Hand. Der Trägerverein setzt sich aus den Städten Herne und Bochum, NABU, BUND, der Emscher Genossenschaft, dem Regionalverband Ruhrgebiet und dem Naturschutzzentrum Herne zusammen. So ist eine dauerhafte Partnerschaft entstanden, die für beide Seiten nur Vorteile hat. Denn die Biologische Station ist auch Berater für die Fachbehörden. Wenn etwas gebaut, abgerissen oder verlegt wird, sprechen die Mitarbeiter der Station mit ihren fundierten Kenntnissen über die Pflanzen und Tiere der Region ökologische Empfehlungen aus.

Um für diese Empfehlungen immer auf dem neusten Stand zu sein, ist eine der wichtigsten Aufgaben der Biologischen Station die Erhebung wissenschaftlicher Grundlagen zur Flora und Fauna. Darin eingeschlossen sind das Monitoring zur Entwicklung umgestalteter Flächen, vegetationskundliche Geländeaufnahmen, Brutvogelkartierungen oder die biologische Bestimmung der Gewässergüte. Alle Ergebnisse werden in das Geographische Informationssystem der Biologischen Station eingepflegt und dienen als Grundlagen für neue Pflege- und Entwicklungskonzepte und Maßnahmen zur Optimierung der Lebensräume.

Bei Exkursionen erklären die Mitarbeiter der Biologischen Station die Natur.
Bei Exkursionen erklären die Mitarbeiter der Biologischen Station die Natur.
Wichtig ist der Biologischen Station neben Erhalt und Pflege der Natur auch, den Kontakt mit den Menschen herzustellen. Zu diesem Zweck wurde unter anderem der Erlebnispfad "Glückauf Natur!" eingerichtet, der über zwei ehemalige Zechengelände führt und den Ruhrgebietlern helfen soll, die Schönheit in der Alltagsnatur zu entdecken. Aber nicht nur in den renaturierten Gebieten sind die Mitarbeiter der Biologischen Station aktiv. Mit Bürgerwettbewerben wie "Paradiesgärten in Herne" will die Station die Einwohner von Herne und Bochum anspornen, die Natur in die Stadt zu holen. Und die Bürger machen bereitwillig mit: Im Rahmen des Wettbewerbs "Grün statt Grau" wurden 600 Häuserfassaden neu begrünt.


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Die NRW-Stiftung hat die Biologische Station Östliches Ruhrgebiet mit Finanzmitteln zur Möblierung und medialen Ausstattung eines Seminarraumes unterstützt. Unter dem Projekttitel "Abenteuer RuhrNatur" veranstaltet die Biologische Station auf Anfrage Vorträge. Dieses Projekt wird ebenfalls von der NRW-Stiftung unterstützt. Die Informationsveranstaltungen über die heimische Natur finden auf Wunsch auch außer Haus statt.

Googlemap aufrufenBiologische Station östliches Ruhrgebiet
Haus der Natur
Vinckestraße 91
44623 Herne
Telefon: 02323 55541
Telefax: 02323 51360
info@www.biostation-ruhr-ost.de
www.biostation-ruhr-ost.de

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