STEINERNES HAUS IN BORGENTREICH

NEUESTE TECHNIK FÜRS ÄLTESTE HAUS

 
 
Im Mittelalter gehörten die Mönche zu den wenigen, die Bücher besaßen - und Häuser aus Stein. Das Steinerne Haus in Borgentreich aus der Zeit um 1300 war eine solche Rarität: Das einzige Gebäude aus Stein, das es im Dorf gab. Die Zisterziensermönche des Klosters Hardehausen nutzten es über vierhundert Jahre lang als Zehnthaus. Die Mönche lagerten hier Getreide, Obst und Heu - das Zehntel der Ernte, das die Bauern den Brüdern als Steuer zahlen mussten.

Heute ist das Steinerne Haus in dem Dorf im Kreis Höxter wieder eine Rarität: Das Gebäude mit den wuchtigen Mauern und den kleinen Fenstern ist das älteste Haus Borgentreichs. Sein Gewölbe aus dem Ende des 12. Jahrhunderts gilt als ältester Keller der Region. Doch auch moderne Maßnahmen machen das Steinerne Haus zu einer Besonderheit. 1999 wurde das Gebäude saniert und gleichzeitig zu einem Niedrigenergiehaus umgewandelt. Zuvor hatte es fast dreißig Jahre lang leer gestanden und war mehr und mehr verfallen.

 
 
Auch innerhalb der umweltgerecht sanierten Mauern dreht sich alles um die Natur und deren Schutz. Die acht Mitarbeiter der Landschaftsstation Diemel-Weser-Egge haben ihre Büros im Steinernen Haus bezogen. Von hier aus organisieren sie Veranstaltungen, mit denen sie vor allem Kinder und Jugendliche für den Umweltschutz begeistern wollen. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Station kümmern sich die Nachwuchsnaturschützer zum Beispiel um alte Obstbaumwiesen oder flechten Zäune aus Weidenzweigen.

 
 
Eine weitere Attraktion ist der Tagesbesuch bei der Schäferin auf den Kalktriften bei Willebadessen. Die Herde weidet dort und verhindert damit, dass die Flächen wieder zuwachsen. Auf diese Weise bleiben seltene Pflanzen wie der deutsche Enzian oder der Ackerwachtelweizen erhalten. Dass es für die Natur am besten ist, wenn alle Hand in Hand arbeiten, wissen die Mitarbeiter der Landschaftsstation. Das Steinerne Haus beherbergt deshalb noch zwei weitere Naturschutzvereine. Die Räume stehen anderen Vereinen und Gruppen außerdem für Veranstaltungen offen.


Kommentare

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25.03.2017, conze heinz

1/ das steinerne haus ist nicht von den mönchen gebaut,es wurde 1406 von einen rittergeschlecht erworben
2/die zehntnscheune stand auf dem nachbargrundstück,wurde 1945 durch kriegseinwirkung zerstört.
die restlichen außenwände wurden 1998 eingerissen ......die stadt war nicht bereit sie zu übernehmen


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Die NRW-Stiftung hat die Sanierung und den Umbau des Steinernen Hauses gefördert. Die NRW-Stiftung hat darüber hinaus für den Naturschutz Flächen in Willebadessen erworben. Sie unterstützt die Landschaftsstation Diemel-Weser-Egge e.V. bei dem Projekt, Weideschweine im Freien zu halten und das erzeugte Fleisch in der Region zu vermarkten.

Googlemap aufrufenSteinernes Haus
Zur Specke 4
34434 Borgentreich (Höxter)

Landschaftsstation im Kreis Höxter e.V.
Zur Specke 4
34434 Borgentreich
Tel.: 05 64 3/94 88 02
Web: www.landschaftsstation.de

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