WESTFÄLISCHES FREILICHTMUSEUM HAGEN

"WALD UND MENSCH"

Umgeben von idyllischer Landschaft: das Freilichtmuseum Hagen
Umgeben von idyllischer Landschaft: das Freilichtmuseum Hagen
Aus seinem Holz entstanden Häuser, Schiffe und Möbel. Eisenhütten und Kohlebergwerke versorgte er mit Brennstoff und auch heute noch ist das, was in ihm wächst, ein zentrales Wirtschaftsgut. Die Rede ist vom Wald. Seit vielen Jahrhunderten nutzen die Menschen ihn als Wirtschafts- und Lebensraum "Wald und Mensch" heißt denn auch die Dauerausstellung im Westfälischen Freilichtmuseum Hagen, mit der der Landschaftsverband Westfalen-Lippe eine mehrjährige Projektreihe abschließt.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Gegenwart: Zwölf Personen, darunter Spaziergänger, Naturschützer und Waldbauern, berichten über ihre persönlichen Erfahrungen rund um das Thema Wald. Auch Fotos und Gegenständliches gehören zu dem breiten Spektrum an Exponaten. Die Ausstellung beleuchtet mehr als 200 Jahre westfälische Waldgeschichte und spannt einen Bogen von der modernen Forstwirtschaft zu den Bauernwäldern des 18. Jahrhunderts. Wertvolle historische Dokumente wie Johann Andreas Cramers "Anleitung zum Forst-Wesen nebst einer ausführlichen Beschreibung von Verkohlung des Holzes und Nutzung der Torfbrüche" aus dem Jahr 1766 zeigen die wirtschaftliche Bedeutung des Waldes. Doch auch der künstlerische Aspekt kommt nicht zu kurz: Der Wald im Film, in der Musik und im Märchen ist ein weiterer Aspekt der Schau. Eine Themenroute durch das Freilichtmuseum lädt dazu ein, einige der Werkstätten, Anlagen und Ausstellungen des Museums aus dem Blickwinkel "Wald und Mensch" zu betrachten.

Pferde als Arbeitstiere
Pferde als Arbeitstiere
Die bereits bestehenden Teile der Schau beschäftigen sich mit Arbeit und Holz: In der Holzscheune informiert die Galerie "Vom Holzhauer zum Forstwirt" über die Geschichte der Waldarbeit – vom Nebenerwerb bis hin zum Fachberuf. In der Lohmühle sind die "Siegerländer Hauberge" Thema: Wie schafften es die Siegerländer, jahrhundertlang die Gewerbebetriebe mit Holzkohle, Gerbrinde (Lohe) und Brennholz zu versorgen und gleichzeitig Flächen für die Landwirtschaft zu erhalten? Auf dem Meilerplatz geht es um das Thema "Kein Eisen ohne Wald". Dort beschreiben Schrifttafeln und Bilder, wie früher die Köhler mit viel Geschick dafür sorgten, dass Eisenhütten und andere Betriebe stets genügend Holzkohle als Brennstoff vorrätig hatten.

Besuchermagnet: der Sensenhammer
Besuchermagnet: der Sensenhammer
Ein Prospekt zur Themenroute ermöglicht den Besuchern einen raschen Einstieg in das Thema Wald und Mensch. Die Publikation verzeichnet alle Stationen und lädt dazu ein, die Werkstätten, Anlagen und Ausstellungen des Museums aus diesem speziellen Blickwinkel zu betrachten. Darauf aufbauend ist ein 96-seitiges Begleitwerk erhältlich: Ebenfalls unter dem Titel "Wald und Mensch" vertieft es die in den Ausstellungen angesprochenen Themen und präsentiert die Ergebnisse der (forst-)historischen Forschung. Zusammen mit der Ausstellung ermöglicht es einen umfassenden Einblick in das Geflecht aus Wald, Mensch und Arbeit – eine enge Beziehung, die über viele Jahrhunderte gewachsen ist.


Kommentare

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24.06.2015, Britta Ziffus

Die Klasse 3c der Antoniusschule aus Gladbeck sagt Danke! Es war ein toller Tag voller Entdeckungen! Besonders die Darbietungen in den historischen Werkstätten, das Wandern an der frischen Luft sowie die Mitmachaktionen haben diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen. Den Mitarbeitern des Museums ist es gelungen, die Kinder neugierig werden zu lassen und eine Brücke zu schlagen, zwischen der Vergangenheit und der Relevanz von Handwerk und Technik in der heutigen Zeit.

Bild: Das Mühlrad - oder ein Tag im Museum



Für Mitglieder des Fördervereins ist der Eintritt ermäßigt.

Bei vielen Projekten erhalten die Mitglieder des Fördervereins vergünstigten Eintritt. [mehr]
Die NRW-Stiftung finanzierte auf Antrag des Fördervereins Freilichtmuseum Hagen die Ausstellung "Wald und Mensch", deren Stationen auf dem Museumsgelände mit einer Themenroute verbunden sind.

Googlemap aufrufenLWL-Freilichtmuseum Hagen
Westfälisches Landesmuseum für Handwerk
und Technik
Mäckingerbach
58091 Hagen
Telefon: 0 23 31 / 7 80 70
www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de

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