MUSEUMSDORF UND HEIMATMUSEUM IN ALTWINDECK

BEIERN IN DER KÖLNER BUCHT

Glockenstuhl vor dem Heimatmuseum
Glockenstuhl vor dem Heimatmuseum
In einem historischen Glockenstuhl auf dem Vorplatz des Heimatmuseums Altwindeck glänzen drei bronzene Glöckchen, die zu besonderen Anlässen kräftig gebeiert werden. So nennt man es, wenn die Klöppel angeschlagen werden, während die Glocken selbst in Ruhestellung bleiben. Das Läuten kann mit der Hand oder mithilfe von Seilen geschehen – die dabei entstehenden Rhythmen und Melodien aber sind festgelegt. Und jeder Ort hier hat seine eigenen.

Auch Besucher des Heimatmuseums dürfen sich im Beiern versuchen, "denn nur durch Ausprobieren und Selbermachen lassen sich die hiesigen Traditionen und das ländliche Leben hier in der Region wirklich begreifen", ist Dieter Steinhauf überzeugt. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern organisiert der Vorsitzende des Fördervereins für das Heimatmuseum Altwindeck Aktionstage und Veranstaltungen, beispielsweise einen "Handwerkermarkt". Besucher dürfen dann nicht nur die wertvollen Exponate des Museums bestaunen – Funde aus der Burg Windeck, alte Möbel und Alltagsgegenstände, einen vollständigen Tante-Emma-Laden, Schmiede- und Uhrmacherwerkzeuge, Kinderspielzeug und vieles mehr. Sie dürfen auch selbst mit anpacken und backen oder mahlen wie vor hundert Jahren.

Auch kleine Besucher dürfen das alte Handwerk probieren.
Auch kleine Besucher dürfen das alte Handwerk probieren.
Neben dem Museumsgebäude selbst, der ehemaligen Schule des Ortes, gehören zum Heimatmuseum Altwindeck auch eine Wasser- und eine Goepelmühle. Mühlen dieser Art wurden von Tieren, meist von Eseln oder Pferden, angetrieben. Auch eine Scheune und zwei Fachwerkhäuser gehören zum Museum. Die beiden Gebäude aus dem 17. Jahrhundert haben die Museumsmacher vor Abriss und Verfall bewahrt und im Museum wieder aufgebaut. Das "Eindachhaus" etwa: Stall, Scheune und Wohnräume sind unter einem Dach zusammengefasst. Im Inneren des Gebäudes finden sich die Küche mit einem "Backes", eine voll eingerichtete Wohnstube und Schlafkammer und natürlich zahlreiche landwirtschaftliche Geräte.

Fachwerkidylle in Windeck
Fachwerkidylle in Windeck
Auch ein traditioneller Bauerngarten und der alte Glockenstuhl auf dem Vorplatz zeugen vom ländlichen Leben in früheren Zeiten. Im Giebel des Glockenstuhls hat übrigens ein betagtes Glöckchen der Altwindecker Kapelle seinen Altersruhesitz gefunden. Hier kann es sich – genau wie die Besucher des Heimatmuseums – am hellen Klang seiner drei jüngeren Geschwister freuen. Denn wegen eines Risses im Glockenmantel kann es selbst nicht mehr "gebeiert" werden.


Kommentare

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26.05.2015, Solveig Kukelies

....nun muss ich mich doch ein wenig ärgern, da ich gerade am 25.04.2015 eine Wanderung auf dem Siegsteig von Herchen nach Schladern gemacht habe und aufgrund der 18 km Länge mit einigen knackigen Steigungen keinen Umweg mehr gehen wollte......., d.h. ich werde die nächste und letzte Etappe von Au aus nach Schladern zu diesem Projekt planen und dann weiß ich mehr.... übrigens eine wunderbare Wanderstrecke!
mit den besten Empfehlungen
Solveig Kukelies


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Für Mitglieder des Fördervereins ist der Eintritt ermäßigt.

Bei vielen Projekten erhalten die Mitglieder des Fördervereins vergünstigten Eintritt. [mehr]
Die NRW-Stiftung hat das Glockenspiel im Heimatmuseum Windeck-Altwindeck mitfinanziert.

Googlemap aufrufenMuseumsdorf
Im Thal Windeck 17
51570 Windeck-Altwindeck
Telefon: 0 22 92 / 25 61 und 38 88
www.heimatmuseum-windeck.de

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