KLEINBAHNMUSEUM SELFKANTBAHN

SELFKANTBAHN IN GANGELT

Das Bahnhofsgelände in Schierwaldenrath aus<br />
der Vogelperspektive<br />
Das Bahnhofsgelände in Schierwaldenrath aus
der Vogelperspektive
Einsteigen, die Gegenwart zurück lassen und sich eine Reise in die Vergangenheit gönnen: Bei einer Fahrt mit der historischen Selfkantbahn ist fast alles wie damals. Die Dampflokomotive, der Wasserkran für den Lokvorrat, die Personenwagen mit hölzernen Bänken, die nostalgischen Fahrkarten aus Pappe, die heute ungewohnt anmutenden Uniformen der Schaffner und das vertraute Läutesignal vor den Bahnübergängen, wenn der Zug gemütlich übers Land zuckelt. Es gibt nur wenige Orte, an denen die Vergangenheit so sympathisch und einladend auf die Gegenwart trifft wie hier in der Selfkantbahn in Gangelt-Schierwaldenrath im Kreis Heinsberg.

Nostalgie pur in Schierwaldenrath
Nostalgie pur in Schierwaldenrath
Fünfeinhalb Kilometer ist sie noch lang, die Strecke der ehemaligen Geilenkirchener Kreisbahn. Heute dampfen hier mit 20 km/h zwischen Geilenkirchen-Gillrath an der B 56 und Gangelt-Schierwaldenrath an Sonn- und Feiertagen die Loks der einzigen Schmalspur-Museumseisenbahn in NRW über die Schienen. Ergänzt wird diese Sehenswürdigkeit durch das Kleinbahnmuseum in Schierwaldenrath mit Lokschuppen, Bahnwerkstatt und Museumshalle. Die Halle bietet einer Sammlung historischer Personen- und Güterwagen Platz und beherbergt Dauer- und Wechselausstellungen.

Der Lok-Führer hat die Strecke im Visier
Der Lok-Führer hat die Strecke im Visier
Respektable 70 Jahre lang diente die einst 38 Kilometer lange Geilenkirchener Kreisbahn der Erschließung des vorwiegend ländlich geprägten Raumes in Deutschlands westlichster Region, dem Selfkant. Auch in seinen Nachbargebieten war sie unterwegs. Das vorläufige Ende dieser "meterspurigen" Kleinbahn schien im Jahre 1971 gekommen, als der Transport über die Straße deutlich zunahm. Etwa zwei Jahre zuvor hatten passionierte Eisenbahnfreunde den Verein "Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr e.V." (IHS) ins Leben gerufen und damit begonnen, historisch wertvolle Schienenfahrzeuge überall in Deutschland - oft sogar in letzter Minute - vor der Verschrottung zu bewahren und auf den Gleisen der Selfkantbahn zu sammeln.

Eine Lok aus alten Tagen
Eine Lok aus alten Tagen
Der letzte noch verbliebene Abschnitt der Strecke mit einer Länge von 5,5 Kilometern wurde gepachtet und wird seit 1972, nach Gründung einer eigenen Betriebsführungsgesellschaft im Jahr zuvor, in eigener Regie als Museum betrieben. Schon zuvor, am 14. August 1971, setzte sich der Eröffnungszug in Bewegung. An jedem Sonn- und Feiertag von Ostern bis Ende September verkehren seither die Dampfzüge zur Freude insbesondere der Kinder, die hier häufig zum ersten Mal mit Zügen in Berührung kommen. Sehr viel hat sich seit damals verändert. Eine Menge Geld und noch mehr Freizeit steckten die aktiven Mitarbeiter in den Aufbau der Museumseisenbahn, die seit 1984 die letzte der einst zahlreichen Kleinbahnen in Nordrhein-Westfalen ist.

Nach und nach sanierten die Museumsväter die maroden Gleisanlagen der früheren Geilenkirchener Kreisbahn in mühevoller Filigranarbeit, die Sammlung historisch wertvoller Kleinbahn-Lokomotiven und -Wagen erweitert und zudem in Schierwaldenrath ein Bahnbetriebswerk mit Werkstätte und Lokschuppen errichtet. Zu ihrem 25-jährigen Bestehen im Jahr 1996 weihte die Leitung der Selfkantbahn in Schierwaldenrath eine große Ausstellungshalle ein.


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Der Eintritt ist generell frei.

Bei vielen Projekten erhalten die Mitglieder des Fördervereins vergünstigten Eintritt. [mehr]
Die NRW-Stiftung förderte unter anderem den Bau der Museumshalle des Kleinbahnmuseums in Gangelt. Zudem unterstützte sie die Instandsetzungsarbeiten einer Diesellok.

Googlemap aufrufenKleinbahnmuseum - Selfkantbahn
Am Bahnhof 13 a
52538 Gangelt-Schierwaldenrath
Telefon: 02 41 / 8 23 69
www.selfkantbahn.de

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