BIOLOGISCHE STATION IM KREIS DÜREN, NIDEGGEN

GRÜNES LICHT FÜR DIE UMWELT

Neues Domizil der Biologischen Station Düren
Neues Domizil der Biologischen Station Düren
Neun Jahre nachdem der letzte Koffer angenommen und die letzte Fahrkarte am Schalter verkauft worden war, hat sich der Bahnhof Nideggen-Brück mit neuem Leben gefüllt. Nach der Renovierung ist aus der alten Bahnstation das Domizil der Biologischen Station im Kreis Düren geworden. Heute geben naturgetreue Dioramen Einblicke in die Flora und Fauna des mittleren Rurtals.

Felswand im Ex-Bahnhof
Felswand im Ex-Bahnhof
Auch wenn der Bahnhof eine neue Funktion hat, macht die Rurtalbahn hier noch Station. "Einige Reisende wundern sich, wenn sie ein- und aussteigen. Weil sie noch nicht wissen, dass die Biologische Station hier eingezogen ist. Immer noch kommen Leute herein und suchen den Fahrkartenschalter", erzählt die wissenschaftliche Leiterin der Station Heidrun Düssel-Siebert.

Leiterin der Station Heidrun Düssel-Siebert auf Tour
Leiterin der Station Heidrun Düssel-Siebert auf Tour
Mehr als eine Entschädigung für den fehlenden Schalter bietet die Station mit der Ausstellung über die Tier- und Pflanzenwelt im mittleren Rurtal, einer Region, die für ihre Naturschätze bekannt ist. So hat sich beispielweise der sehr seltene Uhu diese Gegend als Brutstätte ausgesucht. Einige wenige Paare des bedrohten Vogels leben hier. Außerdem finden sich entlang des Flusses noch einige unbebaute Abschnitte, wo es Altarme und Kiesbänke mit Auenvegetation gibt. Landschaftliche Highlights bieten auch die Heide mit Magerwiesen, Sandrasen und Kleingewässern sowie die vielen Schiefer- und Buntsandsteinfelsen. Damit die Tiere und Pflanzen nicht in ihrem natürlichen Lebensraum gestört werden, zeigen Dioramen die Ökologie der Biotope. In der Biologischen Station lernen die Besucher viel über den Uhu, die Mauereidechse, den Ameisenlöwen und den Steppengrashüpfer. Darüber hinaus zeigt ein "gläserner Baum" das Leben unter der Borke, und eine Vogelstimmenuhr demonstriert das Orchester der gefiederten Waldbewohner.

Star der Tierwelt im Rurtal: Der Uhu
Star der Tierwelt im Rurtal: Der Uhu
Neben der Bahnhofshalle gehört auch der Fachwerk-Anbau, der früher als Güterschuppen diente, zur Biologischen Station. Wo einst Papierrollen, Eisenwaren und säckeweise Kartoffeln auf ihren Transport warteten, informieren sich die Besucher heute über die vielfältige Landschaft des Rurtals. Seit 1990 stand das alte Bahnhofsgebäude mit dem Fachwerk-Anbau auf dem Abstellgleis. Denn es passte weder in das veränderte Konzept der Deutschen Bahn AG, noch gab es Nutzungsalternativen. Als sich der 1997 gegründete Verein "Biologische Station im Kreis Düren e.V." nach einem Domizil umschaute, bot sich der Bahnhof an. Der Kreis Düren hatte das Gebäude für einen symbolischen Mietpreis angeboten. Darauf hin stellte der Trägerverein der Biologischen Station die Weichen für die Renovierung, die 1999 abgeschlossen wurde. Schon beim Umbau hat der Verein die Natur durch die Verwendung umweltfreundlicher Materialien geschützt. Bei der Instandsetzung verwendeten die Mitarbeiter der Station beispielsweise Wärmedämmung aus Altpapier und offenporiges Holz. Darüber hinaus achtete der Verein bei der Restaurierung darauf, das Bahnhofs-Flair zu erhalten. Von den Fliesen in der Eingangshalle bis zur Außenbeleuchtung hat der Verein alles originalgetreu ersetzt.


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Der Eintritt ist generell frei.

Bei vielen Projekten erhalten die Mitglieder des Fördervereins vergünstigten Eintritt. [mehr]
Die NRW-Stiftung hat den Trägerverein der Biologischen Station im Kreis Düren e.V. bei der Restaurierung des ehemaligen Bahnhofs in Nideggen-Brück unterstützt, damit das Projekt realisiert werden konnte.

Googlemap aufrufenBiologische Station im Kreis Düren e. V.
Zerkaller Straße 5
52385 Nideggen-Brück
Telefon: 0 24 27 / 94 98 70
www.biostation-dueren.de

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