HAUS LAWACZECK IN NIEUKERK - MUSEUM UND BEGEGNUNGSSTÄTTE DES HISTORISCHEN VEREINS FÜR GELDERN UND UMGEGEND

DER WOHNKULTUR AUF DER SPUR

1820 wurde die Appretur- und Stückfärberei Lawaczeck erbaut.
1820 wurde die Appretur- und Stückfärberei Lawaczeck erbaut.
Eine Wanduhr schlägt, der Tisch ist mit Porzellangeschirr und Silberbesteck gedeckt, der abgerückte Armlehnstuhl lädt ein. Entspannung für Geist und Körper verspricht eine Chaiselongue. Hinter der altrosa Fassade der knapp zweihundert Jahre alten Appretur- und Stückfärberei Lawaczeck in Kerken schlägt ein Herz voller Geschichte: In dem zweistöckigen Gebäude wird die Wohnkultur der Gründerzeit ausgestellt.

Während in den Arbeitsräumen der Färberei, für die Besucher unsichtbar, noch immer täglich produziert wird, ist der Wohnbereich ein Museum der bürgerlichen Wohnkultur des 19. Jahrhunderts. Möbel aus der Gründerzeit und des frühen Jugendstils entführen die Gäste in eine "gute alte Zeit". Für die Öffentlichkeit zugänglich sind die Wohnräume der Fabrik seit 2001.

Jugendstil und Gründerzeit werden hier wieder lebendig.
Jugendstil und Gründerzeit werden hier wieder lebendig.
1820 wurde die Färberei als Traufenhaus in klassizistischer Form erbaut und in Betrieb genommen. Nach dem Tod der letzten Bewohnerin überließ die Erbengemeinschaft die Wohnräume des Gebäudes zur langfristigen und kostenfreien Nutzung dem "Historischen Verein für Geldern und Umgegend". Mit der Eröffnung des Museums und der Begegnungsstätte bewahrt und pflegt der 1851 gegründete Verein, typisch niederrheinisches Kulturgut.

Bei einem Rundgang können Besucher in den Zimmern im Untergeschoss und im sogenannten Frühstückzimmer im Obergeschoss authentische Möbel und Einrichtungsaccessoires bestaunen. Da alle Exponaten original und von der Vorbesitzerin übernommen worden sind, spiegelt sich in ihnen eine vollständige niederrheinische Hausstatt aus dem 19. Jahrhundert. Darüber hinaus bietet die obere Etage Platz für Ausstellungen, Diavorträge, Seminare, Tagungen und kleine Konzerte. Die übrigen Zimmer werden als Arbeitsräume für den Historischen Verein genutzt.

Wohnkultur und Kunst bestimmen jedoch nicht das ganze Programm: Das Gebäude bietet den Besuchern außerdem klassizistische Architektur, wie das Haus Koekkoek in Kleve, das ebenfalls von der NRW-Stiftung gefördert wird. Neben der Paramentenweberei Hubert Gotzes in Krefeld ist die Appretur- und Stückfärberei ein weiteres Denkmal der rheinischen Textilindustrie. Eine neu entstehende Dauerausstellung im Haus Lawaczeck dokumentiert die Textilhistorie Kerkens.


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Der Eintritt ist generell frei.

Bei vielen Projekten erhalten die Mitglieder des Fördervereins vergünstigten Eintritt. [mehr]
Die NRW–Stiftung unterstützte den Historischen Verein für Geldern und Umgegend bei dem Ausbau und der Einrichtung der Appretur- und Stückfärberei Lawaczeck.

Googlemap aufrufenHaus Lawaczeck - Museum und Begegnungsstätte
Krefelder Straße 35
47647 Kerken
Tel.: 0 28 31/39 18 14
www.hv-geldern.de

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