ANNETTE VON DROSTE-HÜLSHOFF

"DIE WELT IM SCHNECKENHAUS" – NEUE WEGE ZUR DROSTE

Bild: Harald Humberg
Bild: Harald Humberg
"Westfalens Dichterin" – so nannte Annette von Droste-Hülshoff nicht etwa sich selbst, sondern die von ihr verehrte Lyrikerin Katharina Schücking. Doch während Letztere heute weitgehend vergessen ist, zählt "die Droste" zu den größten Namen nicht nur der westfälischen, sondern der deutschen Literatur. Dabei war Schreiben bloß eines ihrer vielen Talente. Sie war auch Komponistin, Sängerin und Pianistin, und sie griff gerne zum Zeichenstift. Im Bild festgehalten hat sie dabei auch die Wasserburg Hülshoff, wo sie geboren wurde, und den kleinen Landsitz "Haus Rüschhaus" bei Münster, wo sie einen Großteil ihres Lebens verbrachte. Beide Stätten bieten faszinierende Einblicke in die Welt der Dichterin. Seit 2012 sorgt eine neue Stiftung für ideenreiche Konzepte rund um das Erbe der Droste.

Anna Elisabeth Franzisca Adolphina Wilhelmina Ludovica Freiin von Droste zu Hülshoff (*10. Januar 1797, † 24. Mai 1848) auf einem Gemälde von Johann Joseph Sprick aus dem Jahr 1838. Die Droste unterstützte die Familie des verarmten und an mangelnden Aufträgen leidenden Malers finanziell.
Anna Elisabeth Franzisca Adolphina Wilhelmina Ludovica Freiin von Droste zu Hülshoff (*10. Januar 1797, † 24. Mai 1848) auf einem Gemälde von Johann Joseph Sprick aus dem Jahr 1838. Die Droste unterstützte die Familie des verarmten und an mangelnden Aufträgen leidenden Malers finanziell.
So etwas wie ein Stern am Himmel– das war Annette von Droste-Hülshoff künstlerisch schon immer. Seit 1988 ist sie es auch im wörtlichen Sinn, denn der damals entdeckte Asteroid Nr. 12240 wurde ihr zu Ehren "Droste-Hülshoff" getauft. Er trägt den Namen der Dichterin hinaus in die unendlichen Weiten, obwohl sie sich selbst gerne in ein winziges Wohnstübchen einigelte – ihr legendäres "Schneckenhäuschen" im Rüschhaus. Die häufige Zurückgezogenheit der Autorin, der oft Krankheiten und depressive Stimmungen zusetzten, darf man allerdings nicht einseitig sehen. Es gab auch eine Droste, die viel verreiste und die ganz gewiss nicht "neben der Zeit" lebte, wie einmal behauptet worden ist. Zwar konnte sie als adliges Fräulein von Stand keine selbstbestimmte berufliche Karriere machen. Doch auch diese Einengung gehörte ja zu den Realitäten ihrer Epoche. Die Droste reagierte darauf mit Kreativität und Kommunikation.

Ein invalider Mops

In Verbindung mit dem nur rund fünf Kilometer entfernt liegenden Haus Rüschhaus sollen dabei künftig "neue Wege zur Droste" beschritten werden.<br />
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Bild: Bernd Hegert
In Verbindung mit dem nur rund fünf Kilometer entfernt liegenden Haus Rüschhaus sollen dabei künftig "neue Wege zur Droste" beschritten werden.

Bild: Bernd Hegert
Die 1797 geborene Annette von Droste-Hülshoff wuchs mit vielen kulturellen Anregungen auf. Ihr Vater spielte Violine, ihr Onkel Maximilian von Droste-Hülshoff war sogar ein hervorragender Komponist und Freund von Joseph Haydn. Unterrichtet wurde das Mädchen von Hauslehrern unter anderem in Mathematik, Latein und Französisch. Dass der Umgang mit großen Persönlichkeiten nicht immer einfach ist, erfuhr Annette ebenfalls schon früh: 1813 lernte sie auf Haus Bökerhof bei Höxter, das der Familie ihrer Mutter gehörte, den Märchensammler und Sprachwissenschaftler Wilhelm Grimm kennen – einen der heute weltbekannten "Brüder Grimm". Der zeigte zwar starke Sympathie für die ältere Schwester Jenny, fand Annette selbst aber vorlaut, ja sogar unangenehm. Offenbar überforderte ihn das Selbstbewusstsein des 16-jährigen Mädchens, denn er gab zu, es sei "nicht gut mit ihr fertig zu werden". Leicht zu beeindrucken war Annette jedenfalls nicht: Als Grimm sich mit ein paar Versen vom Bökerhof verabschiedete, fand sie seine Reime "einfältig".

Die Wasserburg Hülshoff lag früher im Kirchspiel Roxel und gehört heute zur Gemeinde Havixbeck bei Münster. Die Droste wurde hier 1797 geboren und verlebte auf der Burg, die seit 1417 im Besitz der Familie war, Kindheit und Jugend. <br />
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Bild: Harald Humberg
Die Wasserburg Hülshoff lag früher im Kirchspiel Roxel und gehört heute zur Gemeinde Havixbeck bei Münster. Die Droste wurde hier 1797 geboren und verlebte auf der Burg, die seit 1417 im Besitz der Familie war, Kindheit und Jugend.

Bild: Harald Humberg
Die Verfasserin so berühmter Gedichte wie "O schaurig ists übers Moor zu gehen" konnte auch sonst ziemlich scharfzüngig sein. Ihrem Onkel Werner von Haxthausen verweigerte sie 1838 die Zusendung ihres ersten Gedichtbandes. Begründung: Er würde ohnehin alles derart heruntermachen, "dass es kein Schwein fressen sollte". Über den Schreibstil eines Kunsthistorikers notierte sie, er gleiche "den sieben magern Kühen Pharaos", und zu einem Familienporträt aus dem Bekanntenkreis fiel ihr nur "ein Nest voll gemarterter Katzen" ein. Auch sich selbst schonte die Droste nicht, etwa wenn sie feststellte, sie sei "faul wie ein invalider Mops". Letzteres trifft natürlich nicht zu. Ihr jahrzehntelanger literarischer Fleiß ist vielmehr umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass sie bis zu ihrem 42. Lebensjahr warten musste, bevor ihr erstes Buch erschien, das zudem völlig erfolglos war. Erst vier Jahre vor ihrem Tod sorgte ein weiterer Band für mehr Resonanz, ihren späteren Ruhm als "Deutschlands größte Dichterin" erlebte die Droste aber nicht mehr.

Rosenmontag und Revolte

Auch wenn ihr Name mit der Epoche des "Biedermeiers" verknüpft ist, lebte die Droste nicht in dauernder Beschaulichkeit. In ihren Kindertagen wurde Europa noch von den Folgen der Französischen Revolution in Atem gehalten. Als sie ein Teenager war, führte der Krieg gegen Napoleon zu Einquartierungen von Soldaten aus mehreren Nationen auf Burg Hülshoff, darunter einer Kosakentruppe. Und noch kurz bevor die Dichterin 1848 starb, war sie von tiefer Unruhe über die damalige Revolution in Deutschland erfüllt. Auch die technischen Revolutionen ihrer Zeit blieben ihr natürlich nicht verborgen: Mit 28 Jahren sah sie in Köln, wie der große Raddampfer "Friedrich Wilhelm" am Rhein vom Stapel gelassen wurde. Ihr zwiespältiges Fazit über die dampfende "Höllenmaschine": "Ein so großes Dampfschiff ist etwas höchst Imposantes, man kann wohl sagen, Fürchterliches." Später benutzte sie jedoch mehrfach selbst Flussdampfer und gewöhnte sich auch an eine andere technische Neuerung – die Eisenbahn.

2012 brachte die bisherige Eigentümerin, Jutta Freifrau von Droste zu Hülshoff, die Burg mitsamt Bibliothek, Einrichtungs-gegenständen und Ländereien in die neue "Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung" ein.<br />
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Bild: Bernd Hegert
2012 brachte die bisherige Eigentümerin, Jutta Freifrau von Droste zu Hülshoff, die Burg mitsamt Bibliothek, Einrichtungs-gegenständen und Ländereien in die neue "Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung" ein.

Bild: Bernd Hegert
Zwar gab es zu ihrer Zeit noch kein Bundesland Nordrhein-Westfalen, trotzdem ist Annette von Droste-Hülshoff ein glänzendes Beispiel für rheinisch-westfälische Verbundenheit. Die Schriftstellerin aus dem Münsterland kam gern an den Rhein, trennte sich nach ihren eigenen Worten "unbeschreiblich schwer" von Köln und fand, dass im Karneval "sehr witzige Sachen gesagt wurden". 1826 erlebte sie den Kölner Rosenmontagszug – ein damals völlig neuartiges Ereignis, war der "allgemeine Maskenzug" doch erst drei Jahre zuvor eingeführt worden. Vielleicht vernahm die Droste im närrischen Treiben Kölns auch ein paar der üblichen Pointen gegen die Preußen, auf jeden Fall aber beobachtete sie elf Jahre später in Münster eine sehr ernste Empörung gegen die preußische Obrigkeit. In der weitgehend katholischen Stadt war man aufgebracht darüber, dass die preußischen Behörden den Kölner Erzbischof wegen seiner Haltung in Konfessionsfragen verhaftet hatten. Im Dezember 1837 flogen in der Münsteraner Innenstadt deswegen Steine gegen das Militär. Die Soldaten verletzten im Gegenzug zahlreiche Bürger: "Sie ritten" – so schrieb die Droste – "in die Haustüren und hauten in die offenen Zimmer hinein, bei einem Bäcker sind sie bis an den Küchenherd geritten und haben dort die Frau und zwei Männer gestochen …"

Friedensstörer auf Burg Hülshoff

Dass solche Schilderungen überhaupt geschrieben werden konnten, ist nicht zuletzt das Verdienst einer Person, der sich die Droste immer tief verbunden fühlte –ihrer Amme Katharina Plettendorf. Sie hatte großen Anteil am Überleben Annettes, die als Siebenmonatsgeburt viel zu früh zur Welt gekommen war. Zum Glück blieb das "schwach, kaum atmend Kind" lebendig, und so konnte das "Annetgen" später mit seinen drei Geschwistern als Quartett munterer "Friedensstörer" die Burg Hülshoff unsicher machen, wo sie – laut ihrer Mutter – den ganzen Tag Spektakel trieben, Türen schlugen, am Tisch sangen und aus vollem Halse jubelten. Umso erstaunlicher, dass die Droste selbst als Erwachsene gegen Kinderlärm sehr empfindlich sein konnte. Wer sich ein Bild von der Welt machen möchte, in die Annette hineingeboren wurde, darf Burg Hülshoff nicht versäumen. Sie beherbergt heute ein sehenswertes Museum, in dem die Vergangenheit durch kostbare Möbelstücke, eindrucksvolle Familienporträts, eine reich ausgestattete Bibliothek und persönliche Gebrauchsgegenstände lebendig wird. Die neue Droste-Stiftung wird dieser herausragenden Sehenswürdigkeit weitere Impulse geben. Schon im "Droste-Sommer 2013" präsentierte man neuartige Ausstellungspavillons im Schlosspark, die wie begehbare Kulissen funktionierten. Ein vielfältiges Führungsprogramm ermöglicht den Besuchern darüber hinaus, sich der Droste unter ganz unterschiedlichen Gesichtspunkten zu nähern. Sogar die Dichterin höchstpersönlich empfängt die Besucher auf Wunsch – dargestellt von Droste-Kennerin Margit Dohrenbusch im Biedermeier-Kleid.

Musikalische Passion

Haus Rüschhaus liegt nur wenige Kilometer entfernt von Burg Hülshoff in Münster-Nienberge. Der kleine Landsitz wurde Mitte des 18. Jahrhunderts von dem berühmten Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun entworfen.<br />
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Bild: Harald Humberg
Haus Rüschhaus liegt nur wenige Kilometer entfernt von Burg Hülshoff in Münster-Nienberge. Der kleine Landsitz wurde Mitte des 18. Jahrhunderts von dem berühmten Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun entworfen.

Bild: Harald Humberg
Eigentlich müsste es auch noch eine Kinderdarstellerin geben, denn schon als Sechsjährige begann Annette kleine Gedichte zu verfassen. Von der Zwölfjährigen erbat ein Herausgeber in Münster sogar Verse für ein "poetisches Taschenbuch". Dass die Familieden Abdruck nicht erlaubte, gehörte mit zur Erfahrungswelt der Heranwachsenden, die noch mit 15 Jahren den "Freigeist" Schiller nicht lesen durfte. Dafür eröffnete der Klavierunterricht ihrer Kreativität neue Perspektiven. Mehrfach brillierte Annette später bei öffentlichen Auftritten als Sängerin und Pianistin. Von ihren eigenen Kompositionen sind zahlreiche Lieder und mehrere Opernfragmente erhalten. Erst als ihre Stimme durch häufige Atemnot ihren Glanz verlor, konzentrierte sie sich primär auf die Literatur. Nach dem Tod ihres Vaters tat sie das ab 1826 im Rüschhaus, das die Familie im Jahr zuvor gekauft hatte. Die Burg Hülshoff blieb in der Hand ihres Bruders Werner. Oft hat die Droste den Weg zwischen den beiden Wohnstätten zurückgelegt, woran künftig ein Lyrikpfad – der "Droste-Weg" – erinnern soll. Hier wandeln die Spaziergänger dann buchstäblich auf den Spuren der Dichterin. Geplant sind neben Erläuterungstafeln auch "literarische Inseln" und skulpturale Text-Stelen.

Annettes "Schneckenhäuschen" im Rüschhaus.<br />
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Bild: Bernd Hegert
Annettes "Schneckenhäuschen" im Rüschhaus.

Bild: Bernd Hegert
Zwanzig Jahre lang wohnte die Droste im Rüschhaus, wo mit der "Judenbuche" ihr bekanntestes Werk entstand – eine Erzählung um Mord und Selbstmord, die im Kern auf eine wahre Begebenheit zurückgeht. Ihre Texte brachte die Verfasserin in winziger Schrift zu Papier, Runen", die sie manchmal selbst kaum lesen konnte. Für die Droste-Forschung stellte vor allem die Entzifferung ihrer umfangreichen Korrespondenz eine Herausforderung dar. Doch gerade in ihren Briefen wird die "andere Annette" sichtbar, wie es der Droste-Experte Walter Gödden ausgedrückt hat – eine Annette, die wenig mit dem weltfremden adligen Landfräulein des Klischees zu tun hat.
Die Gartenanlage<br />
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Bild: Bernd Hegert
Die Gartenanlage

Bild: Bernd Hegert
Im Rüschhaus, das 1745 – 48 als architektonische Mischung aus Bauernhaus und Herrensitz errichtet wurde, begegnet man der wahren Annette auf die wohl authentischste Weise. Besonders beeindruckend ist die eigenartige Situation im "Schneckenhäuschen" – der Wohnstube mit dem Fenster zur darunter gelegenen Hofküche. Unter der niedrigen Zimmerdecke stehen Annettes Sekretär, ihr Sofa, ein Tisch und ihr altes Klavier. Das Rüschhaus wird unter der Obhut der neuen Droste-Stiftung künftig im Verbund mit Burg Hülshoff ein Literaturzentrum von deutschlandweitem Rang bilden.

Dichterin auf Reisen

Die Texte der großen Dichterin sind in winziger Schrift verfasst und oft in Form hochgradig verwirrender Manuskripte überliefert, wie die Abbildung beweist.<br />
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Bild: ULB-Münster, Nachlass Droste Hülshoff, MA III 15 (Depositium der Staatsbibliothek Berlin)
Die Texte der großen Dichterin sind in winziger Schrift verfasst und oft in Form hochgradig verwirrender Manuskripte überliefert, wie die Abbildung beweist.

Bild: ULB-Münster, Nachlass Droste Hülshoff, MA III 15 (Depositium der Staatsbibliothek Berlin)
Annette von Droste-Hülshoff gehörte nicht zu den Weltreisenden, doch in Deutschland war sie sehr häufig und oft sehr lange unterwegs. Teile der Niederlande und der Schweiz lernte sie ebenfalls kennen. Das Traumziel Italien blieb hingegen ein Traum. Auch hat sie wie Friedrich Schiller das Meer wohl nie mit eigenen Augen gesehen. Nachdem ihr Schwager aber die Meersburg am Bodensee erworben hatte, kam sie zumindest gerne an das "schwäbische Meer", wo sie viele Texte über ihre westfälische Heimat verfasste. 1843 kaufte sie sich das oberhalb des Ortes gelegene "Fürstenhäuschen" samt einem kleinen Weingut. Der endgültige Umzug erfolgte 1846, weil ein Klimawechsel angesichts ihres bedenklichen Gesundheitszustands angeraten erschien.

Langfristigen Erfolg hatte die Ortsveränderung nicht: Die 51 Jahre alte Schriftstellerin spie im Frühjahr 1848 immer wieder Blut, am 22. Mai bat sie selbst um die Sterbesakramente. Zwei Tage blieben ihr noch, in denen sogar noch einmal Hoffnung aufkeimte. Doch am 24. Mai 1848 verstarb Annette von Droste-Hülshoff auf Schloss Meersburg. Ihr Sterbezimmer kann man heute noch besichtigen, ebenso wie übrigens das Fürstenhäuschen. Der Totenzettel betonte, dass die Verstorbene von Gott "mit der schönen Gabe der Dichtkunst ausgestattet war". Auch liest man hier ihren offiziellen Taufnamen "Anna Elisabeth". Denn Annette, häufig auch "Nette", war nur ihr Rufname – den sie allerdings so berühmt gemacht hat wie keine andere.
Das war Annette nicht! Literarische Legenden

Einige Gedichte, die häufig Annette von Droste- Hülshoff zugeschrieben werden, hat sie gar nicht verfasst. Ein besonders bekanntes Beispiel: "Der Frühling ist die schönste Zeit / Was kann wohl schöner sein?" Weitere solcher "literarischen Legenden" fi ndet man auf der Homepage der Droste-Gesellschaft aufgelistet. Die 1928 gegründete Gesellschaft mit der Geschäftsstelle in Haus Rüschhaus hat viel dazu beigetragen, die Erinnerung an Annette von Droste-Hülshoff lebendig zu erhalten und ihr Werk zu erforschen. Neben Buchveröffentlichungen setzt man dabei auf ein vielfältiges Programm von Matineen, Vorträgen und Exkursionen. Bei den "Rüschhaus-Kamingesprächen" werden in historischer Atmosphäre Droste-Textevorgelesen und diskutiert – literarische Fälschungen haben da natürlich keine Chance.

Die Annette von Droste zu Hülshoff - Stiftung

V.l.n.r.: LWL-Direktor Wolfgang Kirsch, Martina Grote, Geschäftsführerin der NRW-Stiftung, Barbara Rüschhoff-Thale, Vorsitzende der Droste-Hülshoff-Stiftung und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe.<br />
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Bild: Sabine Müller
V.l.n.r.: LWL-Direktor Wolfgang Kirsch, Martina Grote, Geschäftsführerin der NRW-Stiftung, Barbara Rüschhoff-Thale, Vorsitzende der Droste-Hülshoff-Stiftung und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe.

Bild: Sabine Müller
Die 2012 gegründete Droste-Stiftung will Burg Hülshoff und Haus Rüschhaus nicht nur bewahren, sondern als Literaturorte mit innovativer Strahlkraft und überregionaler Attraktivität etablieren. Durch den geplanten "Lyrikweg" sollen beide Stätten künftig außerdem als Einheit erlebbar werden. Die Museen streben bei Gestaltung und Präsentation neue Wege an, für Impulse sorgt dabei die Einrichtung eines "Droste-Kompetenzzentrums" im Verbund mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Eine wichtige Rolle kommt auch der Kooperation mit dem "Museum für Westfälische Literatur Haus Nottbeck" in Oelde und der Stiftung "Künstlerdorf Schöppingen" zu. Damit das neue Konzept lebendig werden kann, hat die NRW-Stiftung Haus Rüschhaus gekauft und es der Droste-Stiftung zur Nutzung überlassen. An der neuen Stiftung haben sich außer dem Land und dem Landschaftsverband mehrere Kommunen und Privatpersonen beteiligt – denn es gilt das Erbe der Droste gemeinsam zu bewahren.

Stand der Angaben: Stiftungsmagazin 2/2013





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Die NRW-Stiftung übernahm das langjährige Wohnhaus der Annette von Droste-Hülshoff, das Rüschhaus in Münster-Nienberge, in ihr Eigentum. Mit dem Kaufpreis wird die neu gegründete Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung gestärkt, die sich um das kulturelle Erbe der berühmten westfälischen Dichterin kümmert. Das Rüschhaus wird auch weiterhin öffentlich zugänglich bleiben.

Weitere Informationen unter:
www.haus-rueschhaus.de

Museum Haus Rüschhaus
Am Rüschhaus 81
48161 Münster
Telefon: 02533 1317
Telefax: 02533 933488
Mail: info@haus-rueschhaus.de
Internet: www.haus-rueschhaus.de

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