ZUSCHUSS DER NRW-STIFTUNG IN HÖHE VON 314.000 EURO ÜBERREICHT

AUFTAKT FÜR DEN AUSBAU DES DOM POLSKI ZU EINEM ORT DER BEGEGNUNG UND ERINNERUNG

Bochum, 15.06.2016. Die NRW-Stiftung wird dem Bund der Polen in Deutschland e.V. einen Zuschuss in Höhe von 314.000 Euro zur Verfügung stellen, damit das „Dom Polski“ in Bochum umfassend saniert und zu einem Ort der Begegnung und der Erinnerung ausgebaut werden kann. Die schriftliche Zusage überreichte jetzt der Präsident der NRW-Stiftung, Harry K. Voigtsberger, an den Vorsitzenden des Bundes der Polen in Deutschland e. V., Josef Malinowski. Mit einem weiteren Bundeszuschuss in etwa doppelter Höhe kann das geschichtsträchtige Gebäude an der Straße „Am Kortländer“ als Sitz für den  Bund der Polen und für die die beim LWL-Industriemuseum angesiedelte Dokumentationsstelle Porta Polonica sowie als Unterkunft für Stipendiaten hergerichtet werden. 

Zwei Tage vor dem 25. Jahrestag des Deutsch-Polnischen Freundschaftsvertrages lud aus diesem Anlass Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch zu einer Feierstunde in das Bochumer Rathaus ein. Gemeinsam mit dem Generalkonsul der Republik Polen in Köln Jan Sobczak, NRW-Europaminister und Staatskanzleichef Franz-Josef Lersch-Mense  und dem Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Matthias Löb, wurde dabei die Bedeutung dieses Vorhabens hervorgehoben: Mit dem geplanten „Dom Polski“ entsteht in Bochum ein bundesweit einmaliges Projekt zur internationalen Verständigung zwischen Deutschland und Polen und zur Aufarbeitung der deutsch-polnischen Geschichte.  Das Haus liegt an einem Straßenzug, der wegen seiner zahlreichen polnischen Unternehmen und Einrichtungen ehemals „Klein Warschau“ genannt wurde, und der für die Identifikation der polnischstämmigen Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Heimat in NRW von besonderer Symbolkraft ist.

Vor der aktuellen Migrationsdebatte seien die Pläne für die künftige Nutzung ein gutes Beispiel für gelungene Integration und interkulturelle Bereicherung, heißt es in einer Mitteilung der beteiligten Einrichtungen. Mit rund 790.000 Bürgerinnen und Bürgern leben heute mehr als ein Drittel aller Deutschen mit polnischer Migrationsgeschichte in Nordrhein-Westfalen.


Der Vorsitzende des Bundes der Polen in Deutschland, Josef Malinowski (r.), erhält die Förderzusage vom Präsident der NRW-Stiftung, Harry Kurt Voigtsberger (l.), überreicht.

Auf dem Foto:
Von links nach rechts: Jan Sobczak (Generalkonsul der Republik Polen in Köln), Harry Kurt Voigtsberger (Präsident der NRW-Stiftung), Franz-Josef Lersch-Mense (NRW-Europaminister), Thomas Eiskirch (Oberbürgermeister Stadt Bochum), Josef Malinowski (Vorsitzender Bund der Polen in Deutschland), Matthias Löb (Direktor Landschaftsverband Westfalen-Lippe). Foto: Bernd Hegert.
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