NRW-STIFTUNG GIBT ZUSCHUSS IN HÖHE VON 60.000 EURO / SPENDEN WERDEN VERDOPPELT

HILFE FÜR DIE SANIERUNG DER ZONSER STADTMAUER

Die Mitglieder des Fördervereins Denkmalschutz Stadt Zons können mit Zuversicht nach vorne schauen: In den nächsten Tagen erhalten sie aus Düsseldorf einen Brief mit der Zusage, dass die Nordrhein-Westfalen-Stiftung für die Sanierung der Stadtmauer in Zons einen Zuschuss in Höhe von 60.000 Euro bereit stellen wird. Weitere 30.000 gibt die NRW-Stiftung hinzu, wenn der Verein zusätzliche Spendengelder in gleicher Höhe sammelt. Das beschloss jetzt der Vorstand der NRW-Stiftung unter dem Vorsitz des früheren Bundeslandwirtschaftsministers Jochen Borchert. Der kurkölnische Rheinzollort Zons gilt als eine der besterhaltenen spätmittelalterlichen Stadtanlagen am Niederrhein. Umgeben ist sie von einer basaltverstärkten Mauer, an deren Eckpunkten sich Türme befinden. Doch Feuchtigkeit und Wurzelbewuchs richten an der imposanten Stadtmauer immer mehr Schäden an. Der vor fünf Jahren gegründete Förderverein, der mithilfe der NRW-Stiftung die Zonser Stadtmühle restauriert hat, möchte nun in den nächsten vier Jahren bis Ende 2015 dazu beitragen, die Westmauer der Stadtbefestigung zu sanieren. Dafür wird das Mauerwerk von Bewuchs befreit und teilweise neu verfugt. Tuff, Trachyt und Ziegelsteine werden ausgebessert und die Mauer erhält eine neue Krone aus Feldbrandsteinen. Die Gesamtkosten hierfür liegen bei rund 750.000 Euro. Weitere Mittel wer-den vom Land NRW, dem Rhein-Kreis Neuss, der Stadt Dormagen und der Stiftung Denkmalschutz bereitgestellt. Die NRW-Stiftung setzt zudem einen Anreiz für private Spender, indem sie Spendengelder in Höhe von bis zu 30.000 Euro für diese Maßnahme verdoppelt. Mehr als 2.400 Natur- und Kulturprojekte konnte die NRW-Stiftung seit ihrer Gründung 1986 unterstützen. Im Rhein-Kreis Neuss half sie unter anderem dabei, den denkmalgeschützten Tuppenhof in Kaarst zu restaurieren, die Biologische Station in Kloster Knechtsteden unterzubringen oder das Feldbahnmuseum in Oekoven auszubauen. Das Geld für ihre Natur- und Kulturförderungen erhält die NRW-Stiftung überwiegend aus Lotterieeinnahmen, von zunehmender Bedeutung sind Spenden und Mitgliedsbeiträge ihres Fördervereins, der inzwischen über 8.500 Mitglieder hat.


Die Stadtmauer von Zons mit Blick auf die Mühle. Foto NRW-Stiftung/Langemeier
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Außenansicht der Stadtmauer von Zons, Blick auf die Mühle. Foto NRW-Stiftung/Langemeier
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