NRW-STIFTUNG FÖRDERT MODERNISIERUNG DES RÖMERKANAL-WANDERWEGS

AUF MODERNEM WEGE ZU ANTIKEN RELIKTEN

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung wird zusammen mit dem Naturpark Nordeifel einige Neuerungen rund um den "Römerkanal-Wanderweg" entwickeln, der von Nettersheim nach Köln führt. Bis zu 90.000 Euro wird die NRW-Stiftung dafür zur Verfügung stellen. Das beschloss jetzt der Stiftungsvorstand unter dem Vorsitz des Bundestagsabgeordneten und früheren Bundeslandwirtschaftsministers Jochen Borchert in Düsseldorf. Die Römische Wasserleitung transportierte in der Zeit von etwa 80 bis 260 nach Christus bis zu 20.000 Kubikmeter Trinkwasser pro Tag in die Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln). Mit einer Länge von rund 96 Kilometern war sie eines der längsten Aquädukte des römischen Imperiums, sie ist das größte antike Bauwerk nördlich der Alpen. Der Römerkanal transportierte das Wasser allein durch sein natürliches Gefälle und gilt daher als eindrucksvolles Zeugnis für den hohen Stand der römischen Ingenieurskunst. Der 112 Kilometer lange Römerkanal-Wanderweg folgt in weiten Teilen dem Verlauf der Römischen Wasserleitung von Nettersheim über Kall, Euskirchen, Rheinbach, Brühl und Hürth bis nach Köln. Bereits 1988 wurde er vom Eifelverein eröffnet. Nach nunmehr über 20 Jahren soll er nach modernen, wandertouristischen Gesichtspunkten ausgestattet werden. Die NRW-Stiftung beteiligt sich daran mit tatkräftiger Unterstützung: Ein Internetportal, eine neu aufgelegte Wanderbroschüre und etwa 50 neue Informationstafeln entlang des Weges werden entwickelt und hergestellt. An einer neuen Wegemarkierung und Maßnahmen zur Barrierefreiheit beteiligen sich weitere Partner wie der Naturpark Eifel, der Eifelverein, das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege und örtliche Tourismusorganisationen, Kreise, Städte und Gemeinden. Über 2.000 Initiativen in der Heimat- und Kulturpflege und dem Naturschutz hat die NRW-Stiftung bislang fördern können. Mehrfach wurde sie auch für den Erhalt der Relikte des Römerkanals tätig, so in Urft, Eiserfey und Mechernich-Vollem. Zuletzt war die NRW-Stiftung auch am Bau des Museum für Badekultur/Römerthermen Zülpich beteiligt. Das Geld für ihre Förderungen erhält die NRW-Stiftung überwiegend aus Lotterieeinnahmen, zunehmend aber auch aus Spenden und Beiträgen ihres inzwischen über 7.200 Mitglieder starken Fördervereins.



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